Autorenarchiv

Matthias Alban-Galli

Matthias Alban-Galli
Geburtstag
Mai 1949
Wohnort
Erfurt
Beruf / Tätigkeit
Vorruheständler

Gute Nacht denn, deutsche Kultur

Sonntag, 05. September 2010 - Matthias Alban-Galli

Markus-Lanz-Runde am 5. August 2010: Ja, da staunt der Laie, und der Fachmann wundert sich. Meinetwegen auch umgekehrt. Die Wirkenden müssen vorgestellt werden, denn es handelt sich um menschliche Exemplare, die unter Beweis zu stellen versuchen, dass es auch ohne die geringste Begabung, Intelligenz und Savoir-vivre geht. Jimmy Jump: nicht …

Fußball-Manie

Samstag, 04. September 2010 - Matthias Alban-Galli

German Footballers to the front!

Sport-Reporter N.N.; wörtlich: Das ist schon mehr ein positives Foul-Spiel…

Und wir – wenn auch Verlierer – haben dennoch gesiegt!

Die deutschen Fußballspieler sind die besten Fußballspieler der Welt und des Kosmos. Und die wohl auch intelligentesten des Universums überhaupt. Der Fußballspieler Schweinsteiger z. B. vermag sogar …

Deutsche Bananen. Ganz besonders markig.

Freitag, 03. September 2010 - Matthias Alban-Galli

TA 26. Juli 2010: Der DDR-Mief wabert immer wieder durch die deutschen Landschaften, per pedes und per scriptum. Kein Blick zurück im Zorn. Blicke voller Wehmut, Bitternis, sehnsüchtige, verzweifelte Blicke. Und Verklärung ist angesagt. Tod und Verklärung, wenn’s antichristlich beliebt.

Ja, da waren wir noch wer. Die Banane ein Statussymbol, nich? …

Kurze Anmerkungen

Donnerstag, 02. September 2010 - Matthias Alban-Galli

“Unter uns”, (MDR): Ganz unter uns (gesagt) – ein dümmlichere Sendung ist nur sehr schwer denkbar. Axel Bulthaupt – wie immer – nicht zu übertreffen. Deitsche Sproch – serr schwere Sproch. Provinziell das Ganze, witz- und geistlos. Ich muss immer wieder Oliver Kalkofe zitieren: Der Mittel-Doofe-Rundfunk halt.

Cindy aus Marzahn …

Bin trotzdem präsent

Mittwoch, 01. September 2010 - Matthias Alban-Galli

Allen Misshelligkeiten zum Trotz – schwach und verzagt fest – ein paar Gedanken(?)-Splitter, sozusagen selbsthelferisch: Motto: Er hatte ein paar Stücke auf der Metaphysik spielen gelernt. (Lichtenberg, der lichte Zwerg).

Das heutige Unterhaltungsniveau reimt sich im Deutschen selten prächtig auf die deutsche Kurzform Klo.

Hosenband-Orden-Variante: Deutsche Comedians hätten es schon seit langem …

Das und dies

Dienstag, 31. August 2010 - Matthias Alban-Galli

„Sie sind gewiss Schauspieler?“ Fragte mich neulich einer, den ich für einen Schriftsteller hielt. „Sehe ich wirklich so dämlich aus?“ So lautete meine Gegenfrage. Da lachte der Frager und erwiderte: „Nee, eigentlich nicht. Was sind sie aber dann?“ Da sagte ich nur: „Ich bin wie Sie gleichfalls Schriftsteller.“ Da lief …

Dies und das

Montag, 30. August 2010 - Matthias Alban-Galli

Und ob es ganz linke Brüder und Schwestern gibt! Die müssen ja nicht unbedingt noch Väterchen Stalin anhängen; es genügt doch vollauf, auf Herrn Gysi eingeschworen zu sein. Die haben ja sogar die ganz Linken von innen heraus zu zerstören versucht damals, kurz vor dem Desaster, nicht wahr? Inzwischen sind …

Sexual-Kundschafter

Sonntag, 13. Juni 2010 - Matthias Alban-Galli

Kein TV-Vorgang ohne den obligatorischen GV ist (sei) die Devise! Möchte man ausrufen. Wenn ein solcher n i c h t stattfindet, ist man immer wieder versucht, sich per Abmeldung vom Fernsehen zu verabschieden. Und wann, bitte, dürfen wir uns freuen auf Programme für unsere Kleinen und Kleinsten …

Vermischtes. Sehr gemischt.

Freitag, 11. Juni 2010 - Matthias Alban-Galli

Ein deutscher Redakteur, hat Mark Twain einmal geschrieben, ist ein Mensch, welcher die deutsche Sprache als Mittel zum Zweck betrachtet. Nämlich mittelmäßig und zweckentfremdet. (Kommentar: Beinahe freundlich ausgedrückt von einem, der sich mitunter nicht gerade ausgesprochen deutschfreundlich zu äußern pflegte)

Publikumswirksam – und dennoch auf hohem Niveau? Das dürfte doch wohl …

Der Gipfel der Satire

Donnerstag, 10. Juni 2010 - Matthias Alban-Galli

Der Gipfel der Satire

Satiregipfel titelt die Sendung: Matthias Richling und Konsorten (Lück und Profitlich). Letztere zwei besonders hervorstechende Geistes-Heroen von echtem Schrott und Korn. Da sieht man sie agieren und hört ihr Gefasel und staunt, dass es so etwas wie Hirnlosigkeit de facto zu geben scheint. Ich schätze Richling als …

Von der Muse gebissen

Dienstag, 08. Juni 2010 - Matthias Alban-Galli

Feststellung und Vorspruch: Die von der (zehnten?) Muse geküssten Hobby-Dichter Thüringens sind aus dem Winterschlaf erwacht.

Lieber Ingo, wie du vermutlich zu Recht vermuten wirst, bin auch ich ein Leser der Zeitung, für welche du verdienstvoll als Redakteur der Seite Magazin und anderer Kolumnen verantwortlich zeichnest. Gestatte mir, bitte, dir heute …

Who is who?

Sonntag, 06. Juni 2010 - Matthias Alban-Galli

Wer ist eigentlich Sebastian Krumbiegel? Wer kennt ein solches Individuum? Was hat dieser Hanswurst der staunenden Welt wortkaskadenähnlich wohl mitzuteilen? Ein Philosoph von hohem Rang, will mir scheinen; ein Sprachkünstler par excellence. Hat dieser deutsche Hanswurst wirklich noch kein Buch geschrieben? Etwa des Titels „Ich, Sebastian Krumbiegel, die Intelligenz in …

Notwendiger Nachtrag zu: Sozial. Sozial?

Freitag, 04. Juni 2010 - Matthias Alban-Galli

Wenn die Waffentechnik allgemein umgerüstet werden muss – auf den neuesten Vernichtungsstand - , werden die letzten Kopeken für dieses Ressort zusammengeklaubt. Warum denn – da Notfall – nicht gleich auch den Sozialetat kürzen, nicht wahr? Da es uns gut, ja, fast schon z u gut geht, muss …

Sozial. Sozial?

Donnerstag, 03. Juni 2010 - Matthias Alban-Galli

Der soziale Staat. Sozial. Sozialprestige. Sozialität. Soziale Variante und Moral. Ohne Moralapostel sein zu wollen, gäbe es genügend Gründe, die Moral schlechthin, stärker jedoch die soziale Frage – vor allem jedoch die Antwort darauf (auf eben diese) – in Frage zu stellen. Es wird viel, sehr gern und voller Verve …

Immer wieder mal Herr Schmidt

Montag, 22. März 2010 - Matthias Alban-Galli

Ich weiß nicht, ob der unsägliche Arrogantling Benjamin von Stuckradt-Barre immer noch die Gags fürs Schmidt-Großmaul schreibt. Diese beiden gingen sich in nicht aus dem Wege. Überheblich, großmäulig, dummdreist; letztendlich zwar nicht ausgesprochen doof, doch Klugscheißer vor dem Herrn. Zwei Pöbler sui generis. (Mitnichten jedoch sui juris). Schmidt-Großmaul, fürwahr der …

Als Provokation gedacht: Klimbim-Retro

Sonntag, 21. März 2010 - Matthias Alban-Galli

Und wenn Ihr mich auch am liebsten zu steinigen gedenken werdet, ich sage es offen und mit großer Freude frei heraus: Sie sind immer noch da. Sie sind zwar nicht mehr die JUNGEN von damals, doch es/sie sind die ALTEN geblieben. Ich will mich keinesfalls als Hymnist (?) betätigen, doch …

Harry Potter und kein Ende

Samstag, 20. März 2010 - Matthias Alban-Galli

Ist Mrs. Rowling bereits Lady Rowling? So genau weiß ich es leider nicht. Eigentlich weiß ich genau, dass ich es nicht weiß. Dann wird es aber allerhöchste Zeit, die einmalige Dichterin in den Adelsstand zu erheben. Hallo, Mrs. Queen, wie wärs? Sehr dringlich gefragt. Ach ja, als Nebenprodukt sozusagen, fällt …

Allein und besonders rauh

Freitag, 19. März 2010 - Matthias Alban-Galli

Von der reinen Intelligenz eines Künstlers zu sprechen, der sich aus rein kommerziellen Gründen auf das Niveau seiner Zuhörer und Zuschauer herablässt, halte ich für äußerst fragwürdig. Er missbraucht erstere nicht nur, sondern beschmutzt sie willkürlich und wissentlich. Die alten Lateiner haben jenes Verhalten zutreffend benannt: stupor ingenii.

Small Talk oder …

Der alltägliche Schwachsinn

Donnerstag, 18. März 2010 - Matthias Alban-Galli

Deutsches Frühstücks-Fernsehen. Dass einem Zuschauer gar nicht das Butterbemmchen im Halse stecken bleibt, ist für mich unbegreiflich. Mir vergeht der Appetit total. Und mein Pott Mokka double schmeckt wie Aufwaschwasser. Grinsemienen und sinnloses, meckerndes Lachen (über sich selbst vor allem, wie?) dominieren und lassen einem mitunter fast das Blut in …

Allerlei Nichtiges

Mittwoch, 17. März 2010 - Matthias Alban-Galli

Misfits/Athur Miller/Clark Gable/Marilyn Monroe/ In Memoriam
Glückwunsch allen nicht Gesellschaftsfähigen .Ihnen bleiben Mehr-sein-als-scheinen, Lüge, Heuchelei, Großmanns-Sucht, Insolvenz, Schönheits-Wahn, Aufschneide-Zwang, Schönheits-Operationen, Steuerflucht, Falsch-Aussagen vor Gericht, Habsucht, Fressneid, frühzeitige Verkalkung, Sexbesessenheit, Obsessionen jeglicher Art überhaupt, Jugend-Wahn, Herrsch-Sucht, Wahn-Vorstellungen, Gefühlskälte, Fremdenhass, etc., etc., erspart. (Ausnahmen bestätigen die Regel nicht.)
Wieso nur fällt einem aus heiterem …

Warnschuss?

Dienstag, 16. März 2010 - Matthias Alban-Galli

Nun muss mir mein Freund Hein doch einen kleinen Stoß versetzt haben. So gelassen und stiekum (wie wir jiddisch sagen). Vermag ein Totenschädel zu grinsen? Durfte er mich noch nicht holen? Tat ihm die Anweisung leid? Der kleine Stoß genügte vollauf. Er hat mich einfach umgeworfen. Wie ein Käfer fühlte …

Freund Hein

Montag, 15. März 2010 - Matthias Alban-Galli

…hat angeklopft. Klopfen an unserer (Wohnungs-) Tür kommt äußerst selten vor. Knocking on Heavens Door wäre der Umkehrkasus. Der ungebetene Klopf-Gast hatte sich jedoch bereits wieder zum Gehen gewendet. Schemenhaft verschwand er auf der halben Treppe. Sonderbarerweise war ich alles andere als erstaunt. Ahnungen sind das halbe Leben, besonders …

Comedians? – Komische Figuren!

Sonntag, 14. März 2010 - Matthias Alban-Galli

Saul Rapaport schrieb vor kurzem in einem längeren Essay zum Thema Comedians (Auszüge): Im Deutschen gibt es die wohl zutreffendste Kennzeichnung dieser Spezies Lustigmenschen – Hanswürste. Verständlich, dass die Medien den Begriff Comedians selbst auf die abwegigsten Exemplare von Menschen anwenden, die vermeinen, ihre Berufung sei einzig und allein die …

Nippon und kein Ende

Samstag, 13. März 2010 - Matthias Alban-Galli

Jeder ehrenvolle Japaner sein eigener Anatom. Zurück zur Gegenwart. Und zum Thema Film und Fernsehen. Haben die – ihr wisst schon – für Kultur Verantwortlichen urplötzlich Japan entdeckt? Ist gar ein neuer Atlant, ein nigelnagel neuer Globus auf den Markt gekommen? Der Mensch ist dem Wasser entstiegen. Demzufolge ein Amphibion. …

Der Geist schwebt(e) über den Wassern

Freitag, 12. März 2010 - Matthias Alban-Galli

Jetzt ist es für mich absolute Gewissheit: die Überschwemmung ist (vor)programmiert. Ein japanischer Film jagt den anderen. Und selbstverständlich handelt es sich dabei um fernöstliche Meisterwerke. Und da es sich beim normalen Bildschirm um einen engelsgeduldigen Gegenstand handelt, muss er nach dem Willen der Verantwortlichen willig respektive widerstandslos das den …

Bescheidene Anfrage

Donnerstag, 11. März 2010 - Matthias Alban-Galli

Lieber M. B., auf fast wundersame Weise sind mir zwei Parodien unter die Augen gekommen. Und äußerst erstaunt und verwundert konnte ich sie dechiffrieren. Du hast dich wenig liebevoll der Silke Dokter angenommen. Es wäre nützlich, wenn Du mir gelegentlich verraten könntest, wieso, warum, weshalb ausgerechnet dieser Dame. Und obendrein …

Notwendige Überlegungen

Mittwoch, 10. März 2010 - Matthias Alban-Galli

Und es kommt die Zeit im menschlichen Leben, wo man sich sagen kann und muss: Es ist hohe, wenn nicht gar höchste Zeit, schonungslos zu bekennen – ICH WAR EINMAL.
Und zu keinem Zeitpunkt – warum nicht vor etwa fünfzig Jahren – die Ansage: ICH WERDE EINMAL SEIN. Auf die bohrende …

Fantasie und Wirklichkeit

Dienstag, 09. März 2010 - Matthias Alban-Galli

„Haiti Cherie“ ist eines der klugen und schönen Liedes des großen, großartigen Künstlers Harry Belafonte. „Haiti Cherie“. Dieser Antilleninsel hat er gewissermaßen ein Denkmal gesetzt, wenn nicht gar eine Liebeserklärung dediziert. Und mein Lieblingsschriftsteller Graham Greene hat sich vor langer Zeit eindeutig mit den Haitianern identifiziert, damals, zu Zeiten …

Adieu denn, POLITICAL CORRECTNESS?

Donnerstag, 10. Dezember 2009 - Matthias Alban-Galli

Adieu denn, POLITICAL CORRECTNESS?

Die Stellungnahme des ZG-Geschäftsführers Klaus Schrotthofer macht unmissverständlich deutlich, dass die Abberufung des Ehepaares Lochthofen von langer Hand vorbereitet worden sein muss. Der „notwendige Veränderungsprozess, der im Interesse der Leser erforderlich ist“, und den Herr Lochthofen nicht mitzutragen bereit war (ist), müsste den Lesern (die ihn wünschen?), …

Obsession, vermutete

Mittwoch, 09. Dezember 2009 - Matthias Alban-Galli

Passt wie die Faust aufs blauäugige Auge. Heute in der TA, auf der Magazinseite, folgende spannende Zeilen: „Til Schweiger bezweifelt Treue.“ Nun ist er auch noch Treuebezweifler, der Gigant. Frauenschwarm (!!!!) Til Schweiger macht einen Unterschied zwischen Sex und Liebe. Er könne das trennen, sagte der 45-Jährige. „Die meisten Männer …

Lachen und Weinen

Dienstag, 08. Dezember 2009 - Matthias Alban-Galli

Chere Madame Eugenie, hiermit entschuldige ich mich aufrichtig und ehrerbietig für diejenigen Deutschen, welche sich über Sie jemals mokiert haben, im Nachhinein. Und nachdrücklich. Ja, zehntausendmal Pardon erbitte ich. Angesichts – im Sinne des Wortes – der wohl einmalig unsäglichen, unerträglichen Fernsehserie „Anna und die Liebe“, die ich in der …

Dies-und-Das-Mix

Montag, 07. Dezember 2009 - Matthias Alban-Galli

Ich könnte mich heute noch in meinen ureigenen Allerwertesten treten, dass ich damals – lang, lang ist’s her – nicht in die Werbebranche eingestiegen bin. Angesichts und zuhörender Weise der so unendlich vielen schwachsinnigen Werbetexte betrachte ich nach wie vor meine Unentschlossenheit sprich: Nichteinstieg als unverzeihliche Dummheit.
Ich wage es noch …

Süßsaures Allerlei

Sonntag, 06. Dezember 2009 - Matthias Alban-Galli

Haben Sie schon mal ein Huhn lachen hören respektive gehört? Ich auch nicht. Dafür habe ich vor kurzem die Gelegenheit gehabt, einen Hahn – übrigens ohne die geringste Lautäußerung – ein Ei legen zu sehen respektive gesehen. Und solches werden Sie nie in Ihrem Leben jemals erleben, das können Sie …

Humoristen und andere lustige „Künstler“

Freitag, 04. Dezember 2009 - Matthias Alban-Galli

Es gibt Humoristen, Edel-Humoristen und – leider in der Mehrzahl – Ekel-Humoristen.

Aus feinsinnigem deutschen Humor ist bereits seit geraumer Zeit schweinsinniger geworden.

Nie und nimmer hätte ich (es) für möglich gehalten, dass in Deutschland so erschreckend viele völlig humorlose Humoristen blühen und gedeihen würden respektive könnten.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht? …

Künstlerisch respektive künstlich

Mittwoch, 02. Dezember 2009 - Matthias Alban-Galli

Florenz sehen und sterben (Josephine Baker). – Sarah Connor sehen und hören und völlig das letzte Restchen (von) Verstand verlieren. Ich krähe, du krähst, Sarah Connor kräht. Gemeint sind nicht die Hähne, sondern Krähen, die krähen.

„Was suchst du eigentlich so verzweifelt“, fragte ich Freund Eugen. „Ich helfe dir gern (beim …

Positiv und negativ

Dienstag, 01. Dezember 2009 - Matthias Alban-Galli

Heutzutage wird selbst Deppchen Doof von nicht ganz rund laufenden Schwätzern zur charis-matischen Persönlichkeit befördert. Den jeweiligen Urhebern ist aber auch rein gar nichts mehr heilig. Charisma ist sozusagen zum Heiligenschein der Profanen avanciert. Näher betrachtet, reduziert sich das gewissen Personen zugesprochene Charisma zur Allerweltsgabe ohne die geringste Gnade. Die …

Von der Kultur zum Kult

Montag, 30. November 2009 - Matthias Alban-Galli

Ich habe mich bereits – äußerst respektvoll übrigens – dazu geäußert: Ausgerechnet in der Schillestraße tobt sich die wohl schwachsinnigste Garde deutscher Lustigmenschen aus. Die Neuzugänge verheißen noch sprühenderen Witz, noch höher angesiedelten Humor. Gestik, Mimik und Sprache sind endgültig auf der untersten Stufe deitscher Gemietlichkeit ange-kommen. Die Fäkalsprache steht …

Warnung: Not for moral thinkers

Freitag, 27. November 2009 - Matthias Alban-Galli

Bon soir, Madame Marianne, sagte ich, die phrygische Mütze steht Ihnen ganz ausgezeichnet (zu Gesicht). Bonne nuit, Bruder Michel, sagte ich, und zu Ihnen passt einzig und allein wie maßgeschneidert die Mütze mit dem Zipfel. Jaja, so scheiden sich die beiden Geister auch augenfällig.
Gestern wieder einmal mein Freund Werner getroffen. …

Media in res et in nexu

Montag, 23. November 2009 - Matthias Alban-Galli

Motto: Immer wollen alle, die sich für begabt halten, gleich Bücher schreiben. Und dabei kenne ich unzählige Bücher, die ganz und gar nicht geschrieben werden wollten.

Auszug aus einem Essay aus le litteraire – Auto Th. Marcelin:

Zum Thema KLEINSTE FORM, exz. Aphorismus/men sei folgendes gesagt bzw. angemerkt: Von Sammel-Leidenschaft sind …

Kreuz und Quer

Freitag, 30. Oktober 2009 - Matthias Alban-Galli

Kreuz und Quer

Das sind die genuinen Besserwisser, die allenfalls sanft lächeln und fein still schweigen.

Er ist Historiker, und auch sie hat bereits das späte Mittelalter erreicht.

Feuilleton: Im Beiblättchen stehen allzu oft lediglich Beiträgchen.

Sie ist Klatschkolumnistin, und auch er hält absolut nichts von Anstand und Sitte.

Wenn ich nicht wäre, könnte das …

Notate (all)gemeiner Art

Donnerstag, 29. Oktober 2009 - Matthias Alban-Galli

In den Runden des Talks sitzen die „großen“ Namen, immer und immer wieder – Politiker, „Prominente“, ganz normale Besserwisser; ein jeglicher sein Loblied auf sich singend, schwebend auf seiner eigenen Wolke. Und nur einer fehlt in Permanenz, wie immer schon: Der eigentliche Souverän, der einfache, kleine Mann aus dem Volke. …

Kultur, Politik, Menschen, Mode

Mittwoch, 28. Oktober 2009 - Matthias Alban-Galli

Oliver Pocher. Der Entertainer neuen Typus. Der Hans Wurst des gehobenen Schwachsinns. Das Idol aller intelligenten Deutschen. Erinnert Ihr Euch noch seines Gastspiels beim Intellektuellen der Nation, Harald Schmidt-King? Kein Zauberlehrling, mehr ein Adlatus des berüchtigten Nachtprogrammwächters. Nun hat er endlich, endlich seine eigene Show. Ja, überirdisches Talent setzt sich …

Im Ausland auch nicht viel Gescheiteres

Dienstag, 27. Oktober 2009 - Matthias Alban-Galli

Im Ausland auch nicht viel Gescheiteres

Erinnert Ihr Euch auch? – Guy Fawks Day: Remember, remember, the fifth of November . . . The English Parliament? Schöne Bescherung, nicht? Doch so medioker wollen wir es ja nicht angehen lassen, oder? Mitunter juckt es mich in den Fingern, ich gebe es zu. …

Matt, matter, am mattesten

Montag, 26. Oktober 2009 - Matthias Alban-Galli

Matt, matter, am mattesten

Die Mattscheibe als Enthüllungshilfe: Oliver Pocher in voller Aktion. Rechts oben im Rechteck erscheint der Begriff „Vollidiot“. Reiner Zufall, volle Absicht? Zumindest jedoch höchst interessant, oder? Wobei ich noch anmerken möchte, dass die Bezeichnung „Halbidiot“ bereits als Disqualifizierung ausreichend bedeutungsvoll wäre. Pixelchirurgie: Oder wie man aus einem …

Nobelpreis. Nobel, feinsinnig, feinfühlend?

Sonntag, 25. Oktober 2009 - Matthias Alban-Galli

Gegenstand der Kritik – Herta Müller „Der Fuchs war damals schon der Jäger“; besprochen am 19.11.1992.

Reich-Ranicki: „Es ist der Versuch einer Darstellung des Lebens im kommunistischen Rumänien mit realistischen Mitteln, die sofort immer überhöht werden. Die Autorin versucht, immer wieder ins Poetische zu gehen. Natürlich, gemeint ist der kommunistische Staat …

Nobelpreis. Nobel, feinsinnig, feinfühlend?

Samstag, 24. Oktober 2009 - Matthias Alban-Galli

Und wieder einmal wurden und werden in Stockholm Würfel und Auguren bemüht, um die hoch dotierten Nobelpreise nach allen Regeln von logica und ratio an den Mann oder die Frau zu bringen. Ohne Zweifel ist die Vergabe dieser Auszeichnung in Form des Preises nach Alfred Nobel für Literatur wohl am …

Deutschland, deine Hoffnungsträger . . .

Freitag, 23. Oktober 2009 - Matthias Alban-Galli

N. N., für eine Vakanz im Jury-Management vorgesehen, lehnte das großzügige Ansinnen mit folgenden Worten ab: Es ist schon so, dass ich mein Fach verstehe, doch ist wohl weniger Sachverstand als vielmehr Gefälligkeitsbezeigung erwünscht. Und da ich nach wie vor allein zur Honorierung von echten Talenten neigte, muss ich leider …

Stars am laufenden Band

Donnerstag, 08. Oktober 2009 - Matthias Alban-Galli

Stars am laufenden Band

Titelseite des Fernsehmagazins rtv, Nummer 37, das übliche Porträt: Diane Willems, Gute Nackt-Geschichte, Humor mit Tiefgang. Na, gute Nacht denn – mit Tiefgang. Gang – tiefer geh’s nimmer, wie? Star-Info: Diane Willems, geboren am 18. April in Eupen. Mit einer Rolle in „Das Jahr der ersten Küsse“ …

Immer wieder sonntags

Mittwoch, 07. Oktober 2009 - Matthias Alban-Galli

… kommt nicht die Erinnerung, sondern beschleicht einen das eiskalte Grausen. Vor allem, wenn man sich törichterweise dem Sat.1-Programm hinzugeben bereit ist. Am 16. August des Jahres 2009 war ich nahe daran, das letzte Restchen meines Verstandes zu verlieren. Ich wurde folgendermaßen heimgesucht (chronologisch): 10.15 Uhr „Kesslers Knigge“, 10.45 Uhr …

Ach ja, die Erinnerung…

Dienstag, 06. Oktober 2009 - Matthias Alban-Galli

Heute, zu sehr früher Stunde, rein zufällig ein Interview des Bayerischen Rundfunks mit der Schauspielerin Mady Rahl aus dem Jahre 2002 gesehen und g e h ö r t. Hätte ich zu der sehr f r ü h e n Stunde meinen Känguruhhut getragen, hätte ich …

Einfälle gibt’s . . .

Montag, 05. Oktober 2009 - Matthias Alban-Galli

Wie man gewinnbringend durchs Leben gehen kann: Mit offenen Augen, mit offenen Ohren, mit offenem Munde, mit offenen Händen . . .

Wie kann der Hund dumm sein, der Herrchen oder Frauchen tagtäglich für dumm verkauft?

Von mir aus mag Charles Darwin ruhig vom Affen abstammen – ich bin ja nun wirklich …

Nur ein paar Sätze

Sonntag, 04. Oktober 2009 - Matthias Alban-Galli

Jeder Deutsche ein Dichter, wenn auch jeder zweite ein äußerst schlichter.

Geld zu Geld gesellt sich gern, Geist höchst zögerlich zu Geist.

Durch geniale Plagiate ist große Literatur in die Welt gekommen.

Sie ist Event-Managerin, und auch er hat als Staffage nur die Typen aus der Mottenkiste zu bieten.

Es gibt Schießbudenfiguren, auf die …

Sozusagen fast antiquiert

Samstag, 03. Oktober 2009 - Matthias Alban-Galli

Vor Zeiten galt es als höchst vornehm, hochmütig durch die Nase zu sprechen. Heutigentags hat der Nasallaut sozusagen äußerst banale Hochkonjunktur. Auf eine elegante Art durch die schlicht bis edel geformte Nase zu parlieren ist in. Und zudem sind die damit erfolgreichsten menschlichen Exemplare beiderlei Geschlechts die wohl gefragtesten. Zunehmend …

Nur ein paar kleine Anmerkungen

Donnerstag, 01. Oktober 2009 - Matthias Alban-Galli

Ohne sein unschuldsweißes Strickmützchen wäre der weltbekannte DJ Ötzi nicht vorstellbar. Eine etwas ausgefallene Narrenkappe, oder? Sein Markenzeichen? Trägt er sie auch in seinem Himmelbett? Ein Kultobjekt sondergleichen. Und seine Auftritte! Und der Background! Die Huppdohlen hinter und neben ihm. Und deren eigenwillige Choreografie, ein wenig bieder, mehr täppisch respektive …

Was für ein brillanter Kopf!

Mittwoch, 30. September 2009 - Matthias Alban-Galli

Als ich vor längerer Zeit zufällig an diese Sendung geriet, notierte ich umgehend ein paar Zeilen fürs Tagebuch. Ähnliche, noch peinlichere Ausstrahlungen verdrängten jedoch weitere Ausführungen. Die TA-Ankündigung am 10. September veranlasste mich, das bereits Niedergelegte jetzt zu „verewigen“. Hier sind sie, die Anmerkungen zur „Kurt-Krömer-Show“. Viel intellektuelles Vergnügen denn!

Die …

Kleine Ärgernisse

Mittwoch, 30. September 2009 - Matthias Alban-Galli

Nichts gegen Günter Grass. Dass er mit dem Nobelpreis für Literatur geehrt wurde, und zum Beispiel ein Graham Green nicht, ist für mich ein absolut unbegreiflicher Vorgang. Habe wieder einmal die mir vorliegenden Graham-Green-Bände gelesen und genossen. Ein Meister seines Faches fürwahr. Literarischer Wert, von kontemplativ bis nervenstrapazierend im positiven …

Mitternachtsspitzen

Montag, 28. September 2009 - Matthias Alban-Galli

rtv Nr. 37, Seite 2, mit Foto: Christine Westermann wird ab dem 6. Oktober in west-art Bücher (22.30 Uhr) im WDR Fernsehen ihre Lieblingsbücher vorstellen. „Verrisse wird es nicht geben.“ Neben Buchautor Werner Köhler wird einmal im Monat ein weiterer Prominenter in der Sendung sein, der seinen Lieblingsschmöker im Gepäck …

Nr. 3 der Serie Aus Der Mottenkiste

Montag, 28. September 2009 - Matthias Alban-Galli

Auf 3sat endlich einmal wieder den stark ergrauten Superbarden Wolf Biermann zu Gesicht bekommen. Freudige Überraschung meinerseits. Wie er leibte und lebte. Unverändert. Mimik und Gestik zumindest. Was seinem fleißigen Munde entweicht, sattsam bekannt desgleichen. Eine Schweizerin (neutral wie ihr Heimatland) interviewte den großen Sänger und Mimen. Zum Schluss …

Wahl-Krampf

Sonntag, 27. September 2009 - Matthias Alban-Galli

Die ein wenig seltsame Ansicht des Herrn Roger Willemsen. Ist das nicht ein superber Titel? Dass Herr Willemsen so naiv ist, hätte ich nicht für möglich gehalten. Ist diesem Manne de facto entgangen, wie segensreich vor Die Linke und der PDS die SED in den alten Bundesländern ihres Amtes gewaltet …

Complet entre nous

Samstag, 26. September 2009 - Matthias Alban-Galli

Als ich vor ein paar Tagen einmal besonders tolerant aufgelegt war, wagte ich es tatsächlich todesmutig, den MDR (Mitteldoofen Rundfunk/Oliver Kalkofe-Formulierung) anzuwählen. Die Dauersendung UNTER UNS hat schon seit langem mein, wenn auch nicht gerade lebhaftes Interesse, erweckt. Und ich sollte mich auch an jenem Tage nicht täuschen. HIGHLIGHTS waren …

Von geplagten Ratten

Freitag, 25. September 2009 - Matthias Alban-Galli

An sich bin ich kein Angst-Träumer. Wie ich mich nie als Traum-Tänzer gefühlt habe. Doch vor ein paar Tagen spukte etwas durch einen Tag-Traum, dass mir doch ein wenig bange wurde. Hatte ich irgendwo etwas gelesen? Wars eine Episode – vor etwa zwanzig Jahren, die mich heimsuchen wollte um jeden …

Frömmigkeit und Entertainment

Donnerstag, 24. September 2009 - Matthias Alban-Galli

Deutschland, deine Messdiener, vermag ich nur zu formulieren. Wollte bereits vor urlanger Zeit einmal ein paar lockere Worte zu jenen (s. oben) verlieren. Sind Messdiener besonders fromme deutsche Knaben? Habe sie gar ausgesprochen abartige Neigungen? Zum Beispiel das feste Vorhaben, in die deutsche Unterhaltungs-Branche zu wechseln, so sie nicht länger …

Spieglein, Spieglein, in der Hand . . .

Mittwoch, 23. September 2009 - Matthias Alban-Galli

Heute kam ein Flyer ins Haus geflattert. Nein, Korrektur – eine Leseprobe. Die Frau im Spiegel hat sich die Ehre gegeben. Nein, zweite Korrektur – die Frau Chefredakteurin, Claudia Cieslarczyk mit Namen. Na schön, die acht Seiten kann man ja mal – ausnahmsweise – in Augenschein nehmen, nicht wahr. Und …

Was mir eben mal so einfällt …

Dienstag, 08. September 2009 - Matthias Alban-Galli

Ich empfehle jedem nach deutschem Humor und deutscher Komik verlangenden Menschen in diesem Lande die Sendung Bauernfeind im ZDF-Theater-Kanal. Da geht vielleicht die deutsche Post ab! Mit der Postillionin Bauerfeind. Da fliegen vielleicht die intellektuellen Fetzen, dass dir die Ohren dröhnen und die Augen aus dem Kopfe zu fallen drohen! …

Von Serien-Tätern und dem mählichen Exitus der Kultur

Samstag, 05. September 2009 - Matthias Alban-Galli

Die am Set: Da stehen so viele nützliche, Quatsch, so viele unnütze Figuren herum, dass, entließe man sie, die Serie um mindestens die Hälfte billiger würde. Schickte man dann auch noch die handelsüblichen „Schauspieler“ genannten Personen zum Teufel, ersparte man den Endverbrauchern in spe Herzanfälle und kostbare Zeit (Time is …

Was mir eben mal so einfällt . . .

Mittwoch, 02. September 2009 - Matthias Alban-Galli

Die deutsche Kult-Band (Band-Leader/Banden-Chef) namens Schmädder-Sheet hat vor kurzem gewissermaßen zu einem Kunst-Griff in den Schritt gegriffen. Ihr neues Markenzeichen im jeweils geöffneten Hosenschlitz mit der Präsentation des unverhüllten männlichen Attributs, das sozusagen als Beweis ihrer Männlichkeit dem Publikum repräsentativ seinen Gruß entbietet. In Verehrung selbstverständlich.
Und selbst der superkluge …

Was mir eben mal so einfällt . . .

Montag, 31. August 2009 - Matthias Alban-Galli

Zeitungs-Meldung, 28.07.2009: Kino-Star Sandra Bullock würde gerne wie ein Mann im Stehen pinkeln können. „Ich habe es schon probiert. Nur mit der Zielgenauigkeit hapert es noch`, verriet sie. Männer könnten das „einfach wirklich gut“. „Ich bin etwas neidisch, ganz besonders, wenn es schneit“, ab Bullock zu, die am Samstag ihren …

Vom süßen Baby-Bauch der H. K.

Freitag, 28. August 2009 - Matthias Alban-Galli

Relativ frisch: TA vom 06.08.2009: Medien-Seite – Heidi Klum kommt zurück. Wenn das nicht nur die Drohung des Tages, sondern – noch weitaus schlimmer – die Drohung fürs restliche Jahr 2009 ist! Doch unendlich bedrohlicher ist folgender Absatz: So werde Oliver Pocher ab Herbst in „Die Pocher-Show“ das Genre der …

Es ist nicht alles Gold . . .

Mittwoch, 26. August 2009 - Matthias Alban-Galli

TA, Stadt-Redaktion, unter Zitat, am 31.07.2009: Erfurt wirkt wie ein Rentnerparadies, das wird nie die angesagte Clubstadt. (Volker Atrons, Stadtgoldschmied 2009)

Lassen Sie sich einmal etwas sagen, Herr Goldschmied Atrons: Goldschmied hin, Goldschmied her – da müssen noch lange keine Goldenen Worte von Ihren Lippen tropfen, nicht wahr. Da schimmert nackt …

Solo für Hannelore Grünler

Freitag, 14. August 2009 - Matthias Alban-Galli

Solo für Hannelore Grünler

N. N. betrachtet sich als verwitwet. Sein zweites Ich hat ihn für immer verlassen.

Wenn N. N. unter seinem Pseudonym publiziert, ist es nicht anders, als schriebe der Teufel unter dem Decknamen Luzifer.

Immer und überall suchen alle Individuen nach mir, sagte die Wahrheit. Am eifrigsten übrigens diejenigen, welche …

Künstler: Angehende und verhinderte

Donnerstag, 13. August 2009 - Matthias Alban-Galli

Wenn der Vater mit der Tochter . . . Tochter Giulia Siegel sitzt angeblich aber auch in allen Damensätteln. Na, wie man es nimmt. Tausendsassa Ralph der Vater Siegel, ein angejahrter Fuchs und alter Routinier, kann ihr da allerdings auch nicht helfen, der vermeintlichen Künstlerin. Mitunter, nicht wahr, fällt der …

Hier Logo, wo Logik?

Mittwoch, 12. August 2009 - Matthias Alban-Galli

Da nur jener ein aufrechter Mensch ist, der permanent gegen etwas ist und zu gern wider irgendeinen Stachel löckt, muss ein Erfurter Bürger einfach zornbebend gegen das zum Sieger gekürte Logo Erfurts votieren. Weg mit Dom und Severi, auch das Rad in den Schuppen gerollt, und her mit dem Clou …

Blanc et rouge

Dienstag, 11. August 2009 - Matthias Alban-Galli

Wie, Sie kennen die welt- und universumbekannten Amigos nicht? Diese selten schönen Stimmorgane, diese bildschönen Exemplare gestandener männlicher Kraft und Schönheit? Und somit auch nicht ihre herzerfrischenden, zumeist leider aber auch herzzerreißenden Melodien und beinahe klassisch edler (Volks)-Liedtexte? Da wird es aber allerallerhöchste Zeit, sich einmal deren Darbietungen anzuhören. Nein, …

Kleiner Wahnsinn gefällig?

Montag, 10. August 2009 - Matthias Alban-Galli

Hochverehrter und höchstgeschätzter J. R.! Wie heißts bei Dir doch gleich „Der Fußballbwahn ist eine Krankheit, doch selten Gott sei Dank“. Ach ja, Du hochgescheiter Maestro des Witzes und Humors sans gene, wie naiv mutet Deine fast antike Meinung heutigentags doch an! Der Schlag hätte Dich voll getroffen, und wir …

Der Traum von der Kultur

Sonntag, 09. August 2009 - Matthias Alban-Galli

Wenn man sich einmal wirklich ernsthaft überlegen würde, welche Naphtaline für die so genannten Unterhaltungsprogramme des Mediums Fernsehen verantwortlich sind, für dessen einzig und allein legitime Repräsentanten respektive Repräsenonkels sie sich erachten, könnte man nicht nur ins Grübeln, sondern um den relativ gesunden Verstand kommen. Der Gedanke, letzteren auf gar …

Komplimente und Quiz-Frage

Samstag, 08. August 2009 - Matthias Alban-Galli

Wo ist das Kompliment des Tages der TA abgeblieben? Ganz ehrlich, ich vermisse es sch(m)erzhaft. Es war so selten originell und witzig und klug. Ich hätte gern mehr Komplimente gelesen. Und überhaupt: Fishing for compliments ist doch wohl noch nicht aus der Mode gekommen? Noch ehrlicher - die unehrlichen Komplimente …

Schauspieler und Entertainer

Freitag, 07. August 2009 - Matthias Alban-Galli

Kennst Du das Land, wo sich so unendlich viele Individuen allen Ernstes lässig Schauspieler nennen? Lieber Freund, wer wird denn dieses Land, wo sie wie Unkraut aus dem Boden schießen, mitnichten kennen? Hurra, hurra! Ich kenne es genau – es ist Amerika! Hier irrst Du Dich, old chap, aber mächtig! …

Blond und weiblich

Donnerstag, 06. August 2009 - Matthias Alban-Galli

Wenn einer sich einmal etwas ganz besonders Gutes antun möchte, empfehle ich ihm wärmstens, sich „The Girls Of The Playboy Mansions“ fünf Minuten lang anzusehen. Ich garantiere dem Betrachter, dass er umgehend die Erfahrung machen wird, wie sich ein Mensch fühlt, dem der Verstand stille zu stehen droht.
Da führen ihm …

Was dem einen seine gute Laune, ist des anderen schlechte

Mittwoch, 05. August 2009 - Matthias Alban-Galli

Der Sender Gute-Laune-TV ist immer und ewig zu außerordentlich spaßigen musikalischen Späßen aufgelegt. Wer hier dem oldesten Oldie begegnen möchte respektive sogar will, der schalte probeweise einmal diesen Sender ein. Tanzende (?) Sängerinnen und tänzelnde Sänger muntern Dich mittels unsäglicher Gestik und unnachahmlich alberner Mimik auf, sodass Du meinst, im …

Detail is the most important

Dienstag, 04. August 2009 - Matthias Alban-Galli

Es glich einer Erhebung in den Adelsstand, als man den Lohnschreiber N. N. zum Gehaltsempfänger beförderte. Error in persona.

Es wird sich nicht lohnen, bei N. N. nach dem Sitz seiner Intelligenz zu suchen. Denn nicht einmal in den Organen seines Geschlechts wirst du den kleinsten Fund an Intelligenz verbuchen.

Der Sieben-Sterne-Cusinier …

Die Tramway als Frittenbude

Montag, 03. August 2009 - Matthias Alban-Galli

Wie oft beobachte ich jene Exemplare des Homo sapiens, die einpersonig, zu zweit, selbdritt, welche mit hochtürmigen Eiswaffeln, duftenden (?) Fischbrötchen und irgendwelchen, nach ranzigem Fett stinkenden Snacks undefinierbarer Form und Konsistenz Beförderungsmittel erklimmen, um an genannten ausgiebig riech- und hörbar zu schlecken, in Würste beißen, die saft- und ölverspritzend …

Träume von Kultur und Politik

Sonntag, 02. August 2009 - Matthias Alban-Galli

Ich werde es wohl nie begreifen – seit unzähligen Jahren warte ich, gehirnschwach, wie ich nun einmal leider bin, immer noch darauf, dass vernunftbegabte menschliche Wesen sich entschließen, „in die Politik zu gehen“, wie man so intelligent formuliert. Ich möchte einen ganz kurzen Text zu diesem nicht stattfindenden Umstand verlieren:

Hans …

Honny soit qui mal y pense!

Samstag, 01. August 2009 - Matthias Alban-Galli

Und ob es Berufe gibt, bei denen Intelligenz geradezu hinderlich wäre! Beispiele gefällig? Nur zu gern. Also: Moderatoren, Super-Models, Entertainer, Comedians, Playboys, Playgirls, Gesprächsrundenleiter, Fernseh-Köche, Quiz-Rätsel-Gehilfinnen, Jurymitglieder jeglicher Couleur, Multimillionäre, Deutschland-sucht-den-Superstar-Teilnehmer, Gewinner dieses Spektrums, auch Zweit- und Drittplatzierte, Stimm-Wunder überhaupt. Über welche sich ein normaler Mensch nur zu wundern vermag: …

Hurra, er ist wieder da!

Freitag, 31. Juli 2009 - Matthias Alban-Galli

NDR-Talk-Show: Wolfgang Lippert ist endlich auferstanden! War da mal nicht ein böses, böses Gerücht? Von wegen geheimdienstlicher Tätigkeit? Stasi mag ich ja nicht so sehr gern sagen, nicht wahr? Oder war das nur eine große Verlade, eine gezielte Indiskretion, eine ungeheuerliche Verleumdung? Einer der größten Künstler der neueren Zeit, Wolfgang …

War doch alles nur halb so schlimm . . .

Donnerstag, 30. Juli 2009 - Matthias Alban-Galli

Ein leidiges, leidvolles, leider zunehmend verdrängtes Thema: die Staatssicherheit der DDR. Ich frage mich immer wieder nur eines: Wer möchte dieses Thema für immer tilgen und aus welchem vernünftigen Grunde? Alle jene, die Dreck am Stecken habe, der sich einfach nicht entfernen lässt (im Märchen gibt’s so etwas!)?
Oder die …

Presse, Rummel, Überheblichkeit

Mittwoch, 29. Juli 2009 - Matthias Alban-Galli

Die Presse ist immer wieder eine reiche, mitunter auch eine ungewöhnlich obskure Fundgrube. Spätlese-Weine sind eine runde Sache für Gourmets – vermeintliche Kenner also. Mit der Erfurter Spätlese, die aber auch rein gar nichts mit irgendwelchen exquisiten Bacchus-Gesöffen zu tun hat, ist da eine ganz andere chose respektive Lese. Der …

Gegendarstellung

Montag, 27. Juli 2009 - Matthias Alban-Galli

Man mag sie ja lieben, dass es nur so eine Art ist, warum denn nicht? Man kann sie jedoch auch ein bisschen kritischer sehen. Wen? Die großen respektive größten deutschen Entertainer deutscher Zunge. Entertainer? Moderatoren? Wie denn nun? Was denn nun? Oder sind sie gar beides? Oder keines von …

Kurznotizen

Sonntag, 26. Juli 2009 - Matthias Alban-Galli

DIE WELT ist nicht irgendein Blättchen im Deutschen Blätterwald. Sagt man solchenfalls nicht zutreffend eher „ein rennomiertes Blatt“? Zumindest einem der Herausgeber zolle ich Hochachtung und Anerkennung. Oft genug wurde es von ostdeutschen (DDR-Journalisten) angegriffen, geschmäht und denunziert. Sind Journalisten nicht grundsätzlich verpflichtet, objektiv, integer und nach bestem Wissen und …

In ureigener Angelegenheit

Freitag, 24. Juli 2009 - Matthias Alban-Galli

Weißt Du, lieber Matthias, es gibt da seit Methusalem nun mal neben den Klugen die so genannten Klugerchen. Und Medeae (Plural?), die andere gern intellektuell (?) abzuwatschen versuchen. So ein wenig von oben herab, und nicht etwa von unten hinauf. Ich habe Dein hübsches Märchen mit großem Vergnügen zur Kenntnis …

Bei Beckmann und um Beckmann herum

Sonntag, 21. Juni 2009 - Matthias Alban-Galli

Vor kurzem, nach Mitternacht, einmal bei Beckmann reingeschaut. Reingehört nicht sehr lange. Die Eitelkeit dieses Menschen wird nur von den “Befragten” (vor- und angeblich Prominenten) übertroffen. Da spreizen sich die Pfauen um die Wette, dass es nur so Überheblichkeit und Selbstüberschätzung radschlagt. Ach ja, diese edlen Künstler- und Geistesexemplare der …

Die Sonntags-Drohung

Samstag, 20. Juni 2009 - Matthias Alban-Galli

Die Sonntags-Drohung

Bin auf eine Tagebuchnotiz vorigen Jahres (August) gestoßen. Habe ich sie absichtlich vergessen? Erinnerungslücke. Damit kein Alban-Galli-Produkt verloren geht, reiche ich diesen geplanten Eintrag heute nach. Gewissermaßen sine loco et anno. Und deshalb jetzt sine mora jene Betrachtung.

Hurra, er ist wieder da! Nicht Kasperle, der Gute, nein, unser aller …

Zeitgenössisches

Freitag, 19. Juni 2009 - Matthias Alban-Galli

Ist N.N. nicht ein TOTAL netter Mensch? GENAU. Finde ich auch. Der ist in der Tat O.K., kann man nur sagen. ODER SO. Da sind wir uns einig. TOTAL GENAU. Wie immer. OKEH, ODER SO, netter Mensch, der N.N. GENAU. Ja, haben Sie denn den Verstand verloren? Sie sagen …

Der Teufel an der Wand

Donnerstag, 18. Juni 2009 - Matthias Alban-Galli

Oliver Kalkofe zum Grand Prix-Euro-Pops in Russland: „Statt der unzuverlässigen Zuschauer sollen jetzt wieder Fachjurys für eine faire Bewertung sorgen. Bei und im Gruselgremium: Hoppel-Baby Jeanette Biedermann, Guildo Horn, Tobias Künzel von den ‚Prinzen’ und das blondierte Gröläffchen H. P. Helli-Gelli-Baxxter von ‚Scooter’. Zumindest 50 Prozent dieser Jury machen mir …

Sind auch Sie Fan der Herbstlese im Sommer?

Mittwoch, 17. Juni 2009 - Matthias Alban-Galli

Annadietlinde Schmock, Azubi (22), Erfurt: „Na, und ob! Ein Superfan sogar! Ich schreibe selbst an meinem vierten Roman. Leider habe ich noch keinen Verleger gefunden. Zumindest weiß ich jedoch, wer hier in Erfurt jeweils und wo liest. Ich kenne die Schriftsteller nicht mit Namen, aber das macht gar nichts. Einen …

Lyrik-Frust?

Dienstag, 16. Juni 2009 - Matthias Alban-Galli

Die Stadtredaktion der TA ist im Allgemeinen äußerst sparsam mit Konterfeis Schreibender, Lesender und Vorlesender. Herr Klaus Dieter Töpfer scheint ihr jedoch ganz besonders lieb und wert zu sein. Ich hätte zu gern seiner Vorlesung am 3. Juni 2009 gelauscht. Doch wie uns ja wohl geläufig, ist mit des Geschickes …

Junge Frau. Ältere Dame

Mittwoch, 10. Juni 2009 - Matthias Alban-Galli

Und Anna und die Liebe wächst, blüht und gedeiht. Und Anna hat es sogar zum Huhn gebracht. Gegackert hat es/sie allerdings nicht. Und auch kein Ei gelegt. Hähnchen um sie/es herum gibt es ja übergenug. Doch kein Hahn kräht ernsthaft nach ihm/ihr. Der Anna. Nun, wäre ich ein Hahn auf …

Theater-Donner und Kritiker-Schelte

Dienstag, 09. Juni 2009 - Matthias Alban-Galli

Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung. – Scherz? Zumeist mau. Satire? Durch die Bank dünnblütig. Ironie? Mehr Häme denn Ironie. Tiefere Bedeutung? Tiefer zu schürfen hieße ja Gold frei setzen. Ach ja, Musjöh Grabbe. Ich habe Ihr Stück gesehen. Als Heranwachsender. Auf einer Erfurter Bühne. War außerordentlich beeindruckt. Sehr gute …

Die bessere Hälfte – mindestens 60 Prozent

Sonntag, 07. Juni 2009 - Matthias Alban-Galli

Sie hat in Wien eine Vorlesung gehabt, wenn ich mich nicht irre. Und wenn ich mich irre, dann spricht das sogar für sie. Zu welchem Thema, vermag ich nur mutzumaßen. „Alle Macht den Frauen?“ D i e Macht der Frauen ist doch wohl unbestritten, oder? Ach, Entschuldigung, es geht …

Blättchen – für gebildete Feuilletonisten

Samstag, 06. Juni 2009 - Matthias Alban-Galli

Und wenn es auch rein gar nichts zu berichten gäbe, N.N. weiß immer etwas zu berichten. Da setzt er sich eben hin und beginnt sozusagen philosophisch zu dichten. Übergenug Lektüre gibt es zum Glück – über alle Philosophen von Zenon bis Husserl und zurück. Und dann quarkt er uns voll …

Geiger, Akademiker, Charisma, Cicero

Freitag, 05. Juni 2009 - Matthias Alban-Galli

Brechts Einstellung zur Geige (Violine) ist uns bekannt. Ich verstehe auch heute noch nicht, was er gegen ein solches Saiteninstrument mit einem süßen Geigerlein dran – einem so süßen Geigerlein wie zum Beispiel A. R. hätte einwenden respektive vorbringen können. Unbegreiflich, lieber, geschätzter B. B. Da jauchzen doch selbst die …

Kwott ährad dämonschtrandum

Donnerstag, 04. Juni 2009 - Matthias Alban-Galli

Vor ein paar Tagen hatte Sebastian einmal mehr seiner Bewunderung Ausdruck gegeben: „Ich staune immer wieder, wie eifrig Du Tagebuch schreibst. Ich könnte mich dazu nicht verstehen, meine Gedanken so wie Du die Deinigen zum Ausdruck zu bringen.“ Und ich hatte ihm geantwortet: „Lieber Freund, es wäre aber doch wohl …

Ich bin nicht doof genug

Mittwoch, 03. Juni 2009 - Matthias Alban-Galli

Ich wollte auch gern einmal im Studio bei der Dame Britt sitzen, um hautnah eine schöne Stunde mit der studierten Plapper-Masterin zu verbringen. Welches Fach dieses Grinsemädchen studiert hat, ist mir leider nicht bekannt. Ich tippe auf Hühnerzucht. Na schön. Ich bekam einige Formulare zugeschickt zwecks Überprüfung meines Geisteszustands. Geisteszustand …

Schach zu Uhlepingsten

Dienstag, 02. Juni 2009 - Matthias Alban-Galli

Die internationale Großmeisterin Elisabeth Pähtz schenkt uns zum Sonntag jeweils eine hochinteressante, spannende, mitunter unlösbar erscheinende Partie internationaler Schachgrößen. Nehmt die Hüte ab, Freunde des Schachdenksports. Selbstverständlich nur dann, so Ihr Hut zu tragen pflegt. Meinetwegen auch das Toupet, soweit ein solches Euer edles Haupt ziert. Auch eine kleine, angedeutete …

Bäcker oder Konditor?

Montag, 01. Juni 2009 - Matthias Alban-Galli

Inmitten eines süßen Angebots (Pralinen, Törtchen, kalter Hund, Geleefrüchte) etwas besonders Kostbares gefunden: „Zünftige Kaffeestunden mit Heino, dem singenden Konditor. Hhm, die lockere Marmorfesttagstorte unseres (!) singenden Bäckers (!) können jetzt auch Sie genießen.“ Da wird der Kaffeeklatsch (!) aber zünftig! Und all seinen treuen Fans hat Heino seine Autogrammkarte …

Blick in den Cholesterinspiegel

Montag, 18. Mai 2009 - Matthias Alban-Galli

In Readers Digest, Ausgabe Mai 2009, auf Seite 99: Dieter Bohlen – „Erfolgreich nach drei Wochen“ – Dieter Bohlen hat seinen Cholesterinspiegel mit Becel pro-aktiv-Kapseln um mehr als 15 Prozent gesenkt. Starten Sie jetzt Ihre Drei-Wochen-Aktion gegen Cholesterin! Da freuen sich alle Deutschen ein Loch in ihre ganz persönlichen Bäuche …

Knigge und die Folgen

Freitag, 08. Mai 2009 - Matthias Alban-Galli

Was die Knigge-Expertin Gundula Eleonore M. Purete (Hugenotten-Nachkömmlingin) empfiehlt, interessiert mich herzlich wenig. Die m.E. antiquierten Vorschläge halte ich – schlicht gesagt – für geradezu hanebüchen. Ich habe mir seit geraumer Zeit schon ureigene Gedanken gemacht, was unserer hochkarätigen guten Gesellschaft gut und noch besser zu Gesicht stünde, wenn alle …

Was der Feuilletonseite fehlt, Kapitel III

Mittwoch, 06. Mai 2009 - Matthias Alban-Galli

Ein anderer Aspekt: Wen, zum Teufel, sollte es wohl interessieren, dass ein gewisser E.H. für das „Journal Europienne“ seit Jahren Essays schreibt? Das interessiert, des bin ich gewiss, nicht einmal diejenigen, welche von Berufs wegen Interesse heucheln (müssen). Ich vermag mir ebenso nicht vorzustellen, dass nur e i n …

Was der Feuilletonseite fehlt, Kapitel II

Dienstag, 05. Mai 2009 - Matthias Alban-Galli

Doch zurück zum eigentlichen Anliegen. Poesie ist nicht gefragt. Und dabei liegt das Gute doch so nahe! In Erfurt, gleich um die Ecke, ist eine Lyrikerin zu Hause, die bereits einige Bändchen ihrer Hervorbringungen (lyrischen) unter die interessierten Menschen (nicht Leute, …

Was der Feuilletonseite fehlt, Kapitel I

Donnerstag, 30. April 2009 - Matthias Alban-Galli

Ich erinnere mich einer kurzen Zeit nach der so genannten Wende (erinnert mich an Wendejacke oder Wendegürtel), als die Lieblingszeitung der Thüringer, die TA, auf ihrer Feuilletonseite sogar L y r i k , das heißt Gedichte …

Erinnerungslügen und fleckige Westen

Montag, 27. April 2009 - Matthias Alban-Galli

Ohne Zweifel handelt es sich um ein leidiges Thema, gelinde formuliert. Sollte man es deshalb für immer im Orkus verschwinden lassen? Hunderttausende haben es für ihre Pflicht gehalten oder möglicherweise allein aus Geltungssucht für angemessen erachtet, sich mit dem Staat im Staate (1989 war’s mit der Herrlichkeit vorbei), der Staatssicherheit …

Top-Top-Meldungen, Teil zwei

Montag, 20. April 2009 - Matthias Alban-Galli

Den wohl stärksten Vorschlaghammer präsentiert FSK 16 – Jugendseite. „Roadie in Unterwäsche“: Crew überraschte (!) Sarah Connor zum Ende der Tour (de passe-passe) mit zahlreichen Späßen. Der letzte Auftritt ihrer Sexy-als-Hell-Tour hielt einige Überraschungen bereit (Der Auftritt … hielt bereit!) für die sexy Sängerin (bis sex kann die ganz bestimmt …

Topmeldungen des Tages

Freitag, 17. April 2009 - Matthias Alban-Galli

Sarah Connor und die Unterwelt. Sexy as Hell. Auf deutsch: Heißer als die Hölle. Tolle Englischkenntnisse des Formulierers. Naja, für Connors Fans ist das gut genug. Höllisch heiße Show und teuflisch gute Hits. Bilder aus der Unterwelt. So zitiert. Unterwelt? Hades gar, V. V. Pluto? Nicht doch vielmehr Halbwelt das …

Nicht Schmetterlinge – Papillons im Bauch

Donnerstag, 16. April 2009 - Matthias Alban-Galli

Es ist, finde ich, durchaus eine Frage wert, wie Schmetterlinge in den Bauch geraten können respektive sollten. Bekannt ist allein, dass Menschen, die Lepidoptera in genanntem Organ zu verspüren meinen, darunter nicht etwa leiden, sondern sich ganz besonders wohl, ja ausgesprochen glücklich - sprich: happy - fühlen. Sagt …

Die ganz banalen täglichen Vorgänge

Mittwoch, 15. April 2009 - Matthias Alban-Galli

Goethe und die Zitronen. Kennt Ihr das Land, wo die Zitronen blüh’n? Ich – zum Beispiel – kenn’ es nicht. Wie denn auch. Ein solches kann es doch auch gar nicht geben. Nie im Leben gibt’s ein Land, wo die Zitronen blühen. Und mag der Dichter sich auch noch so …

Revolution und Revoluzzer

Dienstag, 14. April 2009 - Matthias Alban-Galli

Michel Serrault sagt im Fernsehfilm „Die Schmetterlinge“: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit hört sich wirklich gut an. Nur im Leben funktioniert es ganz und gar nicht so gut. Eine schöne und traurige Sentenz gleichermaßen. Überhaupt die Französische Revolution! Die Idealisten, Eiferer, Verschwörer, Verräter und Verleumder derselben sind nach wie vor Legion. …

Gesamtkunstwerk Mensch

Samstag, 11. April 2009 - Matthias Alban-Galli

Ich traue mir viel zu, erklärte der Vater (vierfache) Jürgen Vogel. Als neuer Hauptmieter in der Schillerstraße veranlasst er uns in der Tat, dem kräftig zuzustimmen. Ab sofort tritt er dort sozusagen als „komischer Vogel“ auf. „Ich habe 25 Jahre Schauspielerei hinter mir. Habe vieles ausprobiert. Und das will ich …

Parlez vous francais?

Freitag, 10. April 2009 - Matthias Alban-Galli

Geschätzter maitre litteraire, diesmal nix lateinisch, sondern echt spanisch. Dank für den Rüffel. Aber nicht doch – nix abgehoben. Wenn schon, denn schon. Eher arrogant, elitär, nee, noch „toller“, nämlich großsprecherisch, eitel-doof und snobistisch. Als Mensch mit einer soliden Halbbildung (allenfalls …

Reime – nicht von Thomas dem Reimer

Donnerstag, 09. April 2009 - Matthias Alban-Galli

N. N., ein Prominenter, hat nun auch ein Buch geschrieben, dieweil unstillbare Schwatz-Sucht ihn dazu getrieben. Und jedes Wurst-Blatt in unserm schönen deutschen Ländchen preist hoch und heilig dieses sehr, sehr magre Bändchen.

Nun steht`s und liegt`s in allen deutschen Bücher-Lädchen, Lektüre für alle coolen Boys und alle supergeilen Mädchen, die …

Über Literatur, Literaten und die Spezies Möchtegerne

Dienstag, 07. April 2009 - Matthias Alban-Galli

Zitat Reich-Ranicki: Ich glaube ja, dass die Intelligenz einem Schriftsteller nicht schade, es gibt andere Ansichten, die sagen, dass sie dem Lyriker schade, die müssen `n bisschen blöd sein, sonst kommt keine gute Lyrik zustande. (Einschub M. A.-G.: Demzufolge müssen Frau Ulla Hahn und Frau Sarah Kirsch ein bisschen blöd …

Neues von Herrn Schmidt und anderen Top-Größen

Sonntag, 05. April 2009 - Matthias Alban-Galli

Ausgerechnet der Herr Schmidt (Schmidt-Schnauze war und ist erheblich intelligenter), daher allenfalls Schmidt-Großmaul, macht sich über die Ausgeburten der deutschen Prominenten-Szene lustig. (Wer im Glashaus sitzt, sollte besser nicht mit Klamotten schmeißen!) Glaubt Herr Schmidt-Großmaul denn wirklich allen Ernstes, er sei unabdingbar die rühmliche Ausnahme unter den geistig Morbiden und …

Keine rhetorischen Fragen

Donnerstag, 02. April 2009 - Matthias Alban-Galli

Heute De-ja-vu-Erlebnis? Wohl kaum. Und dennoch: Ich habe nicht vergessen, mit welcher Inbrunst ich als Sechsjähriger Elsas Brautlied (Salon-Album-Ausgabe) auf dem Klavier intonierte. Eine gewisse Affinität zum Komponisten vermag ich auch nicht zu leugnen. Zehn Jahre später vollzog sich urplötzlich (Informationsfluss) ein völliger Sinneswandel. Wer oder was hatte mir die …

Morgenstund’ hat Gold im Mund? Ganz gewiss aber auch Mini-Einfälle beim Frühstück

Montag, 30. März 2009 - Matthias Alban-Galli

Endstation der Straßenbahnlinie 6 in Erfurt-Süd. Steigerstraße? Nanu, stimmt ja aber nicht. Sie steht abfahrbereit in der Nerlystraße. Nu, wer kennt schon Nerly, nicht wahr? Den Steiger, einen ehemaligen Rittmeister (von Steiger, um ganz genau zu sein), kennen ja die Erfurter wie ihre Nachbarn. Nun passt mal schön auf, wie …

Gutes Geld für schlechte Ware

Montag, 30. März 2009 - Matthias Alban-Galli

Es ist leider bereits ein Weilchen her, dass wir „unseren“ sogenannten Stars und Prominenten den allerfeinsten Staub-Zucker in ihren Allerwertesten geblasen haben. Inzwischen hat sich das sozusagen pulverartige Beruhigungsmittel in hochkarätigen Gold-Staub verwandelt. Doch vom foien Zucker zum wertvollen Gold-Staub ist zwar eine ganz erhebliche Spanne, was man hingegen vom …

Kurzweiliger Dialog

Sonntag, 29. März 2009 - Matthias Alban-Galli

Gestern. Später Nachmittag. Plötzlich stand sie vor mir. Eine alte Bekannte. Ich steckte die noch nicht angerauchte Zigarette ins Etui zurück. Sie sehen heute wieder bezaubernd aus! – Genau! Sie strahlen förmlich vor Freude! – Genau! Und wie immer unternehmungslustig, wie? – Genau. Darf ich Sie ein Stück Wegs begleiten? …

Auch im Frühling macht Vorlesen Spaß

Donnerstag, 26. März 2009 - Matthias Alban-Galli

Der Schriftsteller nahm Platz, blickte hoheitsvoll und mit finsterer Miene ins Auditorium, rückte das Leselämpchen schurrend zur Seite, zirka fünf Zentimeter, zog noch einmal die hocherhobene Nase hoch und schlug den dicken Wälzer auf. Nun ist es endlich soweit, knurrte sein ein wenig raues Organ Stimme. Jetzt werde ich mit …

Buchmesse-Impressionen

Dienstag, 24. März 2009 - Matthias Alban-Galli

„Das blaue Sofa“, 14. März 2009, Mittagszeit. Introduktion, sozusagen in Stichworten. Interview mit Susanne Schädlich. Vater Hans Joachim Schädlich. Widerstandsschriftsteller. Onkel, promoviert, IM. Abenteuerlich, abenteuerlich. Susanne Schädlich, Bühnenbildnerin. Aufenthalt in Los Angeles, Hamburg, West-Berlin, Ost-Berlin. Nun endlich d a s Buch. Hat im Interview Schwierigkeiten mit …

Sozusagen retardierend

Sonntag, 22. März 2009 - Matthias Alban-Galli

Zuvörderst: Ein malade imaginaire bin ich nicht, ich war ein bisschen kränker als sonst üblich. Doch hätte ich einiges zur Haarspalterei (sogleich mehr darüber) zu sagen beziehungsweise zu schreiben gehabt. Als Außenseiter, meinetwegen auch Quereinsteiger, habe ich gewissermaßen kein Stimmrecht. Doch was sich da im Internet der guten Thüringer, die …

Immer wieder ein Wunder, jedoch nicht das des Malachias

Donnerstag, 12. März 2009 - Matthias Alban-Galli

Es ereignet sich zumeist am frühen Morgen. Wenn ich die Zeitung aufschlage. (Stengel würde seine Mundwinkel ironisch verziehen und etwa folgendes anmerken: Nun schlägst aber dem Fass den doppelten Boden aus! Ich schlage zwar hin und wieder ein Ei auf – eine Zeitung hingegen aufzuschlagen habe ich mir noch nicht …

Pro-Minenz, Contra-Minenz

Mittwoch, 11. März 2009 - Matthias Alban-Galli

Prominent, Prominenz, Prominente, Prominenter. So leicht und gedankenlos dahin- und dahergeplappert. Wer macht sich denn schon Gedanken über den Ursprung der Vokabeln? Nun denn: prominens = Vorsprung. Mehr nicht. Vorsprung. Na also. Fragen wir doch einfach mal drauflos. Vorsprung. Vor wem? Wohin, bitte? In der Schönheit? In der Klugheit? Im …

Wenn’s ans Preiseverteilen geht . . .

Dienstag, 10. März 2009 - Matthias Alban-Galli

Nur ein paar Wörtchen zur Berlinale 2009: Nun ist die Glamourshow leider schon wieder zu Ende. Viele Nichtgeehrte werden es halb bedauern, halb begrüßen. Die Ausgezeichneten werden mit geschwellter Brust respektive geschwellten Brüsten gewissermaßen auferstehen. Die Presse wird sich auch wieder beruhigen, die Bildmedien sich anderen Nebensächlichkeiten zuwenden. Nicht mit …

In Sachen Vier-Zeiler

Dienstag, 10. März 2009 - Matthias Alban-Galli

Von Zeit zu Zeit nehme ich mir einfach mal die Zeit, in älteren und alten Publikationen zu blättern und zu schmökern, die zu meinen kleinen Kostbarkeiten gehören, Erwähnt habe ich bereits Hafis, den ich ob seiner philosophischen Sicht der Menschen und Dinge schätze und bewundere. Neben Goethe und Platen hat …

Pro sua quisque facultate

Montag, 09. März 2009 - Matthias Alban-Galli

Adieu denn, be- und geliebtes TA-Café im Hause Buch-Habel am Anger! Bücher über Bücher neben uns, unter uns, mittendrin im literarischen Dschungel. Lektüre der unterschiedlichsten Genres zur Hand, ein Espresso in Handreichweite, ein freundliches weibliches Wesen, welches ihn uns kredenzt – so ließ es sich aushalten im altehrwürdigen Gemäuer, einem …

Simili - leider nicht von Edel-Steinen

Sonntag, 08. März 2009 - Matthias Alban-Galli

Die journalistischen Kostbarkeiten in der TA, Stadtredaktions-Ausgabe, häufen sich. Wenn ich als Sextaner einen Hausaufsatz derartig sprachlicher und stilistischer Qualität abgeliefert hätte, wäre meines Bleibens in der Oberschule ganz bestimmt nicht einen Tag länger gewesen. Man mag mich kleinkariert nennen, meinetwegen sogar beckmesserisch – doch solche Lehrmädchen-Stücke finde ich in …

…und so kam auch das ans Licht der Sonnen

Samstag, 07. März 2009 - Matthias Alban-Galli

Lieber, geschätzter Margo Bolo, bist ein wahrhaft großer Entdecker vor dem Herrn, kannste mir glauben. Ich bedanke mich zwar nicht überschwänglich bei Dich, doch bin ich Dich irgendwie ausgesprochen dankbar für die Offenbarung des Matthias. Denn nun muss es ja wohl sein, dass auch ich, Matthias Alban-Galli, mich offenbare, ehe …

… und Schiller musste sterben

Samstag, 14. Februar 2009 - Matthias Alban-Galli

… Februar 2009: Dafür lebt die Schiller-Straße herrlich und in Freuden. Dank der einmalig klugen und schönen Apartement-Insassen. Nun ist endlich, endlich den schrägen Vögeln ein neuer Vogel zugeflogen. Ein Vogel mit Namen Jürgen. Glückwunsch, all ihr lieben Hausbewohner! Der neue Gast – auf Zeit hoffentlich nur – wirds schon …

Noch einmal „Anna und die Liebe“

Samstag, 14. Februar 2009 - Matthias Alban-Galli

Und was lese ich vom Laufband ab? Komparsen gesucht. Für das Jahrhundertwerk „Anna und die Liebe“. Geistern denn – ganz im bittersten Ernst – nicht genug dieser Kategorie Teilnehmer am Unsagbaren durch diese abstruse Tele-Novela? Fürwahr, ein grausames Stück deutscher Fernsehgeschichte, dieses Machwerk. Demzufolge also kein Ende dieses besonders grausamen …

Mini-Einträge, kurz und schmerzhaft

Freitag, 13. Februar 2009 - Matthias Alban-Galli

Die zeitgenössischen Humoristen unseres Landes überbieten sich gegenseitig in ihren Bemühungen, uns die letzten Restchen unseres individuellen Humors auszutreiben. Und die Medien jeglicher Couleur, humorlos, wie sie sind, unterstützen sie dabei nach besten Kräften. Und selbst der bitterste, galligste Humor, bereits längst zum Galgenhumor gediehen, täuscht nicht über diese deutsche …

Nicht das Lächeln der Mona Lisa, sondern das Grinsen der Dame Britt

Donnerstag, 12. Februar 2009 - Matthias Alban-Galli

Heut schreib’ ich’s – ich kann nicht anders – endlich nieder, das im Sommer vorigen Jahres konzipierte, jedoch nicht ins Tagebuch aufgenommene Traktätchen. Seiner Ergänzung bedarf es nicht. Ich muss meine Meinung nicht revidieren. Im Gegenteil. Die nicht enden wollende Schauer-Ballade verlangt nach einer Stellungnahme. Genug des nachkomponierten Vorspruchs.

Wie begeistert …

Kannst Du kochen, Johanna?

Mittwoch, 11. Februar 2009 - Matthias Alban-Galli

Ein Wunder, dass es noch keine einschlägigen Koch-Buch-Handlungen in unserem schönen Lande gibt. Ein Haushalt o h n e Kochbuch ist ja wohl kaum vorstellbar. (Wer nach Kochbüchern kocht, ist selber Schuld.) Und wer blättert denn schon noch in Omas fast völlig vergilbten Kochbüchern, nicht wahr? Anachronistisch eingeschworene …

Schönheit – mehr außen als innen

Dienstag, 10. Februar 2009 - Matthias Alban-Galli

Vor kurzem las ich einen hochinteressanten Artikel des amerikanischen Soziologen Edward C. Winehouse zum Thema „Die Schönheit der Frauen“. Die interessantesten, markantesten Thesen respektive Sätze habe ich übersetzt und gebe sie hiermit wieder.

Der Schönheitsdurst der amerikanischen Frau ist unstillbar, ihr Schönheitswahn längst ausgeufert. Letzterem sind alle anderen Wahnvorstellungen untergeordnet. …

Mea culpa, mea maxima culpa

Montag, 09. Februar 2009 - Matthias Alban-Galli

In der Tat, mea maxima culpa. Ich scheue mich nicht, mein Alterego des beginnenden Schwachsinns zu bezichtigen. Es kommt einer mittelprächtigen Selbstkasteiung gleich, sich gewisse Sender und deren Glanzprodukte zu Gemüte zu führen. Doch Fusel- und Faselzwang treiben mich gleichermaßen zu geistiger poena. Und wie viele gewiss erinnern, hat es …

Immer wieder ein himmlischer Genuss

Samstag, 07. Februar 2009 - Matthias Alban-Galli

Was nur, wenn wir unsere promis(kuität?) nicht hätten? Öde Tristesse, Selbstmordgedanken, suizidgefährdet gar. Nicht auszudenken. Jedoch das Glück dieser Erde hat zwar, sagt man, mit Pferden zu tun, doch das weitaus größere stellt dar, dass wir über unsere wohl einmalige deutsche Prominenz verfügen, die uns keine andere Nation auf dieser …

Von den Göttern unter uns

Freitag, 06. Februar 2009 - Matthias Alban-Galli

Ich wusste eigentlich nicht recht, was ich werden wollte, erklärte die „Schönheit“ im Interview. Dann dachte ich eines Tages plötzlich, ganz plötzlich, ob ich es nicht mit der Schauspielerei (!) versuchen sollte. Sehr schön, Verehrteste. Mit der „Schauspielerei“ also. Warum nicht? Für die meisten weiblichen Wesen Ihrer Deckungsart stellt es …

Dschungel-Gekungel

Donnerstag, 05. Februar 2009 - Matthias Alban-Galli

Das Dschungelbuch müsste logischerweise neu geschrieben werden. Nur von wem, bitte? Von klein Moritz, klein Dööfi, Fritzchen Plemm-Plemm, Gretchen Häppchen-Doof? Da plappern, nuscheln, grinsen, blödeln, schwafeln die auserwählten Nachtwächter deutschen Geistes neuerlich im selbstgewählten Exildschungel. Und gar köstlich wird dorten vor allem gespeist, getrunken und vermutlich entsprechend lautmalerisch verdaut. Da …

Kennen Sie Pullmann? – Und warum nicht?

Mittwoch, 04. Februar 2009 - Matthias Alban-Galli

„Party zum Namenswechsel/Pullman-Hotel begrüßte über 500 Gäste/Konzept nun speziell auf Tagungen ausgerichtet“ – getitelt in der TA am 16. Januar 2009.

Soso, Hotel am Dom begrüßte über 500 Gäste. Höchst persönlich demzufolge 500 Personen. Wie hat das Hotel solches Kunststückchen vollbracht? Hat es mittels Handschlag die Honneurs gemacht? Jeden Gast …

Schreiben als Zwangsarbeit

Mittwoch, 21. Januar 2009 - Matthias Alban-Galli

Und ob es sich so verhält! Unter den Künstlern, vor allem den so genannten, selbst ernannten gleichfalls, ist sie ausgebrochen - die Sucht, sich auch niederschriftlich – gekonnt oder ungekonnt - zu äußern. Über ihr Leben (als Autobiografie getarnt) oder mittels ihrer (vermuteten) Fantasie (mitunter einer reichlich fantastischen).

Verschobene, nicht aufgehobene Notizen

Dienstag, 20. Januar 2009 - Matthias Alban-Galli

Ein gewisser Horst Köhler auf dem Bundespresseball: Es ist schon ein besonderes Erlebnis, das Zusammentreffen mit den Medien, speziell den Vertretern der Presse, doch auch mit sonstigen Menschen selbstverständlich. Soso, selbstverständlich auch mit „sonstigen Menschen“.

Nostalgie – leider nur ein Detail

Montag, 19. Januar 2009 - Matthias Alban-Galli

Als ausgewiesener Fan des mdr erlaube ich mir, diesem einige Anregungen für seine - sagen wir mal - konservative Programmgestaltung zu dedizieren. Zu Dank verpflichtet sind viele, viele Hörer dem Intendanten und seinen Weisungsberechtigten für die Ausstrahlung der schönsten - nicht selten uralten, sondern bereits mächtig angejahrten, allenfalls älteren - Filmkunstwerke aus einer stolzen Zeit.

Kurz-Notizen, verzögerte

Sonntag, 18. Januar 2009 - Matthias Alban-Galli

Kurz-Notizen, verzögerte

Ich werde wohl nie begreifen, wieso Frau Patrizia Schüler nicht endlich, endlich dem schönsten und klügsten Mann der Welt, einem gewissen Boris Becker, ihre leidenschaftliche Zuneigung (Liebe gar?) zu erklären sich bereit findet. Sie kommentiert lediglich dessen unzählige Amouren mit dem locker-leichten, ein wenig albern, um nicht zu formulieren schwachsinnigen Gequassel dieses Berufs (?) der Prominenten-Expertin (hahaha!).

Schein und Sein

Sonntag, 11. Januar 2009 - Matthias Alban-Galli

 Und wenn der Globus- und Universumstar Britney Spears im kleinsten Raum irgendeiner ihrer Luxusherbergen sitzt, in der spezifischen Haltung, Sie wissen schon, und ihren Darm um Erbarmen anfleht, weil dieser sich tückisch weigert, seinen Inhalt preiszugeben, ist die Dame ein hilfloses, halb nacktes, armseliges kleines Menschlein. Wie Du und ich.

Loblieder in Dur und Moll

Samstag, 10. Januar 2009 - Matthias Alban-Galli

Die Lobeshymnen speziell der deutschen Journalisten (vor allem so genannte promimente, Superstars und sonstige „Persönlichkeiten“ betreffend) münden zumeist und fast gesetzmäßig in den Bereich der höchsten Töne.

Nachrichten für die gute Gesellschaft

Freitag, 09. Januar 2009 - Matthias Alban-Galli

Aus der guten Gesellschaft für die kleinen Leute. Herr Pooth (zum Beispiel) sieht alles ganz gelassen. 27 (!) Millionen Schulden auf dem Buckel – er trägt es so federleicht wie seine seidene Sportswear.

In Sachen Aufklärung

Donnerstag, 08. Januar 2009 - Matthias Alban-Galli

 Weder das „Dreimäderlhaus“ noch die „Drei Damen vom Grill“, sondern einzig und allein die drei prächtigen weiblichen Wesen Simone, Angelika und Petra schreiben mit wahrer Hingabe, hoffe ich, die wirren Galli-Texte von meinen Schmierblättern getreulich ab, lieber …

Vox populi

Dienstag, 06. Januar 2009 - Matthias Alban-Galli

Nun haben die Thüringer wieder einmal Farbe bekannt und die „100 wichtigsten Thüringer“ sozusagen dingfest gemacht. (Mich hingegen hat keiner zum Bruder Wichtig ernannt.) Nun wissen wir alle, zumindest die, welche des Lesens kundig sind, wer den Freistaat Thüringen in der …

Vom Verlieren der Geduld

Mittwoch, 17. Dezember 2008 - Matthias Alban-Galli

Nein, nun darf des Sängers (Blödsinn, ich kann ja gar nicht singen), nein, des Schreibers (meinetwegen Schreiberlings) Höflichkeit nicht länger schweigen. Was lange gärt, explodiert eines Tages mit Urgewalt. Was uns da täglich (mehrfach) an Unsäglichem, ja, beinahe Unerträglichem im Medium Fernsehen geboten wird, ist von Folge zu Folge immer aufs neue noch steigerungsfähig. Und so manches reift zum beinahe Höhepunkt des gemeinen Schwachsinns heran.

Das volle River-Boat. Meine volle Nase.

Montag, 15. Dezember 2008 - Matthias Alban-Galli

Ach, war das wieder mal so richtig schön! Ach, war das wieder mal so richtig kulturvoll! Ach, und diese geradezu phänomenalen Künstler, Stars erster Ordnung und Größe! Ach, war das mal wieder ein wahres Fest für die Sinne! Selbstverständlich auch vor allem für die, welche ihre fünf Sinne nie so …

Längst fällig

Samstag, 13. Dezember 2008 - Matthias Alban-Galli

Ich muss m i r etwas gestehen, es wird höchste Zeit. Ich bin mehr ein wohl-denn weh-mütiger Mensch. Wehmut jedoch – im Sinne des Begriffes – ergreift mich ziemlich heftig, wenn ich an Hansgeorg Stengel denke. Im Jahre 1954 suchte er mich in meinem Wohn- und Schaffens-Ort Erfurt auf, mit der fest frevelhaften Absicht, mich für das Heft EULENSPIEGEL zu gewinnen, mitarbeitend sozusagen.

Profi, Profit, Profiteur

Donnerstag, 11. Dezember 2008 - Matthias Alban-Galli

Verlegte Notiz heute zufällig gefunden. Aktuell nach wie vor. Denn diese Serie läuft und lässt gewiss viele, viele Zuschauer-Herzen höher schlagen. Auf denn, Gallis gallige Notate zur traurigen Angelegenheit. Man sah den Studio-Gästen förmlich die Vorfreude der Kategorie Super-Fans des Künstlers auf den angespannten Gesichtszügen leuchten. Und auf wen warteten wohl die Verzückten wie auf die Ausgießung des Heiligen Geistes?

Vom klugen Hund und der Trivialität eines gewissen Steins

Dienstag, 25. November 2008 - Matthias Alban-Galli

Brutus hat sich zur wahren Intelligenzbestie (Bestie? Schäm’ Dich, Herrchen!) entwickelt. Wollte ich Euch schon seit Längerem mitteilen. Bei der Beurteilung des Fernsehprogramms zum Beispiel beweist er Abend für Abend seinen untrüglichen Instinkt für Qualität. Respektive für mangelnde Qualität.

Kleine Verteidigung der Wirte

Sonntag, 23. November 2008 - Matthias Alban-Galli

Der Spruch „Wer nichts wird, wird Wirt“ hat mich bereits in meiner Jugend verärgert. Was ihren Berufsstand angeht, könnte man ebenso formulieren: Wer nichts wird, wird Schauspieler. Oder Moderator. Oder Comedian. Oder Quizmaster. Oder gar Talkmaster.

Zwei ernsthafte Episteln

Freitag, 21. November 2008 - Matthias Alban-Galli

Leider verstehen wir den Text nicht, klagen die Bewunderer. Doch auch so ist es ein Genuss pur, was da in selten schöner Einheit und Harmonie von Sprache, Musik und Stimme aus dem Äther und von der Bühne herab uns zu Ohren kommt.

Innovation – immer diese Fremdworte!

Donnerstag, 20. November 2008 - Matthias Alban-Galli

Weibsbilder firmiert die Senudng. Weiber, Weiber, Weiber. Wusstet Ihr schon, dass auch aller schlechten respektive grausamen Dinge drei sein können? Seit gestern Abend zwischen 23 und 24 Uhr weiß ich es genau, wie ich es an sich gar nicht wissen wollte. Und dieses Wissen hat absolut nichts mit Bildung …

Neues über Herrn Schmidt

Mittwoch, 19. November 2008 - Matthias Alban-Galli

Da leuchten selbst die Augen der schönsten Frauen im Parkett (in der Loge leuchtet leider, leider nichts). Sie (die schönen Frauen) würden Herrn Schmidt am liebsten vor Liebe und Verehrung auffressen.

Heute im Dreierpack

Montag, 17. November 2008 - Matthias Alban-Galli

Klein-Moritz ist der zurzeit wohl gefragteste Drehbuchautor. Und es ist nur folgerichtig, fast logisch sogar, dass die mit einer Rolle betrauten „Schauspieler“ beiderlei Geschlechts nicht unbedingt höheren Qualitätsansprüchen genügen müssen.

Fragen an eine imaginäre Person

Donnerstag, 13. November 2008 - Matthias Alban-Galli

 Ist Ihnen möglicherweise – sofern Sie die Schulbank aufmerksam gedrückt haben – eine Madama Sans-Gene bekannt? Sehr gut. Dann erinnern Sie sich gewiss desgleichen der Existenz einer Madame Sans-Sein, oder? (Kleine Hilfestellung: Von jener erzählt man sich, …

Auch in der Kürze liegt nicht immer (die) Würze

Freitag, 07. November 2008 - Matthias Alban-Galli

Es ist beinahe nicht zu glauben, wie viele Mitbürger sich mit seltener Kühnheit Künstler zu nennen belieben. (Zwar: Künstler sind wir doch alle – Lebenskünstler in jedem Falle.) Doch was so mancher unter dem Begriff Künstler versteht, ist wirklich etwas, was auf keine Kuhhaut geht.

Karat? - Nein, Hochkarat!

Donnerstag, 06. November 2008 - Matthias Alban-Galli

Soeben (verspätet) in der Broschüre der SWE Stadtwerke-Erfurt-Gruppe – „kompakt 03/08“ – Kundenmagazin der Stadtwerke-Erfurt-Gruppe, Folgendes entdeckt: „Traditionell ist die Erfurter Herbstlese auch an unserem SWE-Hauptsitz in der Magdeburger Allee zu Gast. Acht Lesungen stehen in diesem Jahr im Atrium auf dem Programm.

Pro und Contra

Mittwoch, 05. November 2008 - Matthias Alban-Galli

Man hat mich gerügt. Ich redete allein dem intellektuellen Witz das Wort. Liebe Rüger, ich treibe eben besonders gern so genannten Geistessport. Und wem der schlichte Kalauer genügt, soll doch mit diesem glücklich leben.

Jetzt rede ich!

Dienstag, 04. November 2008 - Matthias Alban-Galli

Die heutige Tagebucheintragung lasse ich anonym vor sich gehen. Denn so – in etwa zumindest – spielen sich wohl die meisten Talkrunden, die uns das Medium Fernsehen präsentiert, ab, beziehungsweise die fanatisch beteiligten Talker auf.

Volks-tümlich

Sonntag, 02. November 2008 - Matthias Alban-Galli

Ein gewisser Harald Schmidt ist zu seinen Wurzeln zurückgekehrt. Schauspieler soll und will er einmal gewesen sein. Na, da freuen sich die genuinen Menschendarsteller aber mächtig. Und so verschandelt respektive verhohnepipelt dieser …sassa sogar seinen „Kollegen“ Shakespeare. Seine humoristische Ader (!) …

Apropos Nestbeschmutzer

Mittwoch, 29. Oktober 2008 - Matthias Alban-Galli

Nun ist auch Frau Heidenreich weg vom Fenster, welches ihr die Welt bedeutete. So etwas nimmt der Mief der durchs geöffnete Fenster strömenden frischen Luft eben mächtig übel.

’tschuldigung!

Dienstag, 28. Oktober 2008 - Matthias Alban-Galli

Eigentlich fehlen mir die Worte, wenn ich die Sendung „Zimmer frei“ frequentiere. Zuvörderst dies: ich entschuldige mich in aller Form bei Frau Böttinger. Ich habe sie doch tatsächlich für Frau Westermann gehalten.

Die Legende von den klugen deutschen Mündern

Montag, 27. Oktober 2008 - Matthias Alban-Galli

Ratlos frage ich mich, verehrte Frau Ziegler, wieso 3,6 Millionen Tonträger ein deutlicher Beweis für „herzerfrischenden Humor“ sein soll(t)en. Doch nicht etwa der künstlerischen Qualität wegen, oder?

Nomen est omen

Sonntag, 26. Oktober 2008 - Matthias Alban-Galli

Vor ein paar Tagen trat in unserer riesigen Stadthalle die Popformation „Abraham A Santa Clara And The Red Skins“ auf.

Wer fragt die Frage aller Fragen?

Freitag, 24. Oktober 2008 - Matthias Alban-Galli

Das Medium Fernsehen ist doch immer mal wieder für eine intelligente Überraschung gut. Ich habe da mal eine Frage, sagt der eine. Der andere formuliert gar: Ich hätte da mal eine Frage. Und ich schreibe: Und jetzt werde ich dem GURU einmal eine Frage stellen.

Fremdes Fremdwort

Donnerstag, 23. Oktober 2008 - Matthias Alban-Galli

Über den schädlichen Gebrauch des Fremdworts in der deutschen Sprache ist so oft diskutiert und gerechtet worden, dass es einem bereits graust, wenn nur neuerlicher Disput über dieses Thema droht.

M. R.-R. noch in oder endgültig out?

Dienstag, 21. Oktober 2008 - Matthias Alban-Galli

Miteins ist der von mir hoch geschätzte Marcel Reich-Ranicki im – sagen wir, wenig freundlichen – Gespräch. Und seine Freunde wie auch seine Feinde fühlen sich zu ihm beipflichtenden resp. ihm heftig widersprechenden Kommentaren seiner Anmerkungen zum Medium Fernsehen veranlasst beziehungsweise gemüßigt.

Dem genuinen Reimer ist alles Reim

Montag, 20. Oktober 2008 - Matthias Alban-Galli

Welcher Reimer (Denkt an Thomas, den Reimer am Kieselbach bei Huntley-Schloss!) kennt nicht die Mühen des sauberen Reimens? Wer da nicht aus Profession zu dichten pflegt, wird kaum Bekanntschaft mit ihnen schließen. Als Nichtprofessioneller will ich dennoch mein Unglück versuchen.

Dali? - Pfui!

Donnerstag, 16. Oktober 2008 - Matthias Alban-Galli

Zeitungsnotiz: Paul Raabe gibt Preis zurück. Der Weimarpreis 2008 ging gestern an Klaus-Jürgen Teutschbein. Sein Vorgänger Paul Raabe gab unterdessen seinen Preis zurück.

Witze mit Barth

Dienstag, 14. Oktober 2008 - Matthias Alban-Galli

Barth in aller Deutschen klugem Munde. Dieser Mann erobert die deutschen Herzen im Fluge. Das Publikum ist auf den Geschmack gekommen. Oder kommt es nach und nach mehr auf den Hund? Publikums-Geschmacks-Sache halt. Wie sagt sein Freund Jürgen Vogel über Mario Barth denn gleich? Er ist eben ein „bildhübscher Kerl“ …

Endlich auch ein Ritz-Carlton

Donnerstag, 09. Oktober 2008 - Matthias Alban-Galli

Mich heute rein zufällig in eine Reportage aus dem Jahre 2007 (demzufolge Wiederholung) gezappt. Hochinteressant selbige. Da hatte das Ritz-Carlton in Moskau seine riesigen Dreh- und Flügeltüren weit geöffnet. Für besonders geschätzte (betuchte) Gäste, versteht sich. Spektakuläre Eröffnung einer Prunk-stätte der besonders feinen Lebensart. „Hier werden Sie ab sofort von …

Giganten und andere Monster

Mittwoch, 08. Oktober 2008 - Matthias Alban-Galli

Wenn ich die Formulierung „Hit-Giganten“ höre, sehe ich rot. Sogar doppelt. Um des Himmels willen: Wer denkt sich denn bloß so etwas aus! Ein normales, gesundes Gehirn kann sich zu einer solchen Fehlleistung unmöglich versteigen. Auf Hit reimt sich, wenn auch im klassischen Sinne unrein, selten prächtig Schitt.

Wie man zu zwei Dujardins kommt

Dienstag, 07. Oktober 2008 - Matthias Alban-Galli

Ich wollte es mir gerade auf der Terrasse gemütlich machen, als Sebastian atemlos die Stufen heraufsprang: „Wirf den Fernseher/die Glotze an“, rief er atemlos. „Gleich geht’s los mit der Schauerballade.“ Er stürmte an mir vorbei zum Gerät und schaltete es ein.

Reminiszenzen in Moll

Sonntag, 05. Oktober 2008 - Matthias Alban-Galli

Gestern Abend beim Auf- und Umräumen auf meine bereits vergilbte Kaderakte (Schriftstellerverband der DDR) gestoßen. Mich in die Lektüre dieser hochinteressanten Sammlung von Halbwahrheiten, Dümmlich- und Niederträchtigkeiten vertieft. Zwischenreminiszenz: Im November 1961 in Unehren als freier Mitarbeiter des Bezirksorgans „Das Volk“ entlassen. Wegen „konterrevolutionärer Umtriebe“. Ein von mir überaus geschätzter …

Maßstäbe, gesetzte oder versetzte?

Freitag, 03. Oktober 2008 - Matthias Alban-Galli

. . . . September 2008: 11 Uhr, Vormittag. Mir gegenüber sitzt mein ältester Freund Sebstian. Hast du dir gestern Abend auch noch einmal Miss Daisy und ihr Chauffeur zu Gemüte geführt, frage ich ihn. Kannste aber glauben, erwidert Sebastian. Da verpassen ich keinen Sendetermin. Und da komme ich immer …

Atzes Sommer-Theater

Donnerstag, 02. Oktober 2008 - Matthias Alban-Galli

Immer wieder sonntags kommt – nicht die Erinnerung, sondern die peinliche Gegenwart höchstselbst. Da freuen sich die Gehirnzellen des Publikums fast zu Tode, wenn sich die Vor- und Nach-Denker der deutschen Comedian-Creme in die stolzgeschwellten Brüste werfen. Die Stamm-Mannschaft macht superöde Witze, grinst albern-töricht, doch funkelnden Auges – in die Runde und ins Publikum und erwartet allen Comedian-Ernstes Applaus für ihre geistigen Tief-Flüge.

WIR wissen, was SIE wollen

Dienstag, 30. September 2008 - Matthias Alban-Galli

Es gibt Momente im Leben, wo man einfach etwas zu Papier bringen muss, weil man sonst daran zu erstricken droht. Vermutlich werde ich nach dieser Niederschrift wieder freier atmen können. Die Fernsehsendungen für Unbedarfte und Anspruchslose und solche, die zu solchen Exemplaren demnächst gehören wollen, nehmen sprunghaft zu. Und die …

Vergleichsweise

Samstag, 27. September 2008 - Matthias Alban-Galli

Tagtäglich, vor allem jedoch nächtens, drängt sich mir die ururalte Paraphrase via Television auf: Wenn ein Huhn ein Ei gelegt hat, ruft es „kakelnd und mirakelnd“ sein ungeheures Glücksgefühl in die Welt hinein resp. hinaus, damit selbige an dem soeben vollbrachten Wunder teilhaben möge.
Wenn ein junger deutscher „Poet“ seine erste …

Sic! – Sic?

Donnerstag, 25. September 2008 - Matthias Alban-Galli

Schlussapotheose eines philosophischen Disputs vor etwa einer Viertelstunde zu „Sic transit gloria mundi“. Welcher Welt, bitte? Der Traumwelt der Reichen und Schönen (und oft zu allem Überfluss auch noch Dummen), leider jedoch geistig Armen? Oder jener der armen und hässlichen kleinen Rentenempfänger und Hartz-IV-Brosamen-Sammler? I wo. Ich meine, dass jene …

Pro sua quisque facultate

Mittwoch, 24. September 2008 - Matthias Alban-Galli

10.00 Uhr, auf der Terrasse. Ich verabschiedete mich gerade von meiner Frau, die mit unserem Hündchen Brutus den Tierarzt aufsuchen wollte, als mein Freund und Berufskollege Ludwig von seinem Fahrrad stieg. Du überraschst mich, sagte ich, heute mit Fahrrad? Bravo, Freund, du siehst bereits um ein Millimeterchen schlanker aus, haha! …

Auch ich (bin) ein Ästhet!

Sonntag, 21. September 2008 - Matthias Alban-Galli

Ich muss mich einmal rein verteidigend artikulieren. Einige um mich herum – das sehe ich ihnen an – würden mir nie und nimmer den Status eines Ästheten zubilligen. Nicht en face geben sie das kund, sondern hinter meinem Rücken fühle ich, wie sie die Nase rümpfen. (Mitunter beneide ich heftig …

Rucksack-Träger aller Länder vereinigt euch

Freitag, 19. September 2008 - Matthias Alban-Galli

Heute muss ich leider zwei geprellte Rippen beklagen. Daher die heutige Tagebuch-Notiz. Genau 16 Uhr.
Heutzutage is ein Mensch o h n e Rucksack kein vollwertiger solcher. Wer nicht mindestens einmal pro Tag einen unbewaffneten – sprich rucksacklosen Mitmenschen mit seinem rückseitig getragenen Monstrum tüchtig anrempelt, verdient nur die volle Verachtung seiner Zunft-Genossen.

Der Jurist als Topf-Gucker

Mittwoch, 17. September 2008 - Matthias Alban-Galli

August 2008: Freund Bastian (Sebastian finde ich persönlich viel edler) hatte mir einmal grinsend geraten. Den musst du dir einfach mal angucken, Matthi! (Matthi finde ich scheußlich, dulde die Verstümmelung jedoch zähneknirschend, weil Sebastian ein selten liebes Individuum darstellt). Und ich habe. Angeguckt. Und bereue es nicht. Irgendwo bin ich …

Gerichte - fix und fertig

Montag, 15. September 2008 - Matthias Alban-Galli

… August 2008: Wollte es schon vor längerem zu Papier bringen. Die Erbsen-Suppe heute Mittag, tinned sozusagen, hat bewirkt, daß ich heute folgendes niederschreibe: Ich esse für mein Leben gern Fertig-Gerichte. Soll heißen: Konserven (klingt nach konservativ, wie?), tiefgefrorene Menüs, Gefriergetrocknetes. Meine Frau ärgert sich nicht gerade über diese meine …

Zimmer-Kult

Samstag, 13. September 2008 - Matthias Alban-Galli

… August 2008: Mein Freund Meinrad riet mir dringend, doch einmal die Sendung „Zimmer frei“ auf rbb anzusehen. Ich winkte ab. Die kenne ich bereits. Da sitzen doch die beiden – einmal weiblich, einmal männlich – größten Entertainer, die sich überhaupt vorstellen lassen, stimmt’s? „Willst du mich provozieren?“ Mein Freund …

Person und Persönlichkeit

Donnerstag, 11. September 2008 - Matthias Alban-Galli

Mir heute, aus gegebenem Anlass, einmal ein paar Gedanken gemacht um die Begriffe Person und Persönlichkeit. Hier sind sie: Es kommt einem Weiheakt gleich,wenn eine bis dato völlig unauffällige, unbescholtene, nie besonders hervorgetretene Person zur Persönlichkeit avanciert resp. ernannt wird.

Mach mal ’n Lied!

Dienstag, 09. September 2008 - Matthias Alban-Galli

Heute haben irgendwo in unserem Lande die Liedermacher eine Mega-Session. Wie ich mich freue! Ich bin vor Freude beinahe außer mir. Ich habe da nur mal ein paar bescheidene Fragen an Wasweißichwen: Wer hat bloß das Substantivum Liedermacher erfunden? LIEDERMACHER. Und nun gar die Wortneuschöpfung, fast bereits in statu nascendi ein Unwort obendrein.

Überflieger(in) der besonderen Art

Freitag, 29. August 2008 - Matthias Alban-Galli

Hatte mir vor einiger Zeit eine Notiz gemacht: Stars and Stripes – Könner und Möchtegerne. Singe, wem Gesang gegeben. Dass ich nicht lache! Und – rekonstruierend – trage ich es heute sozusagen nach und ein. Die neue Überfliegerin aus den USA gibt ein Konzert. Und sie singt (?) zur Flügeltraktur. …

Es ist en Vogue, kriminell zu sein

Mittwoch, 27. August 2008 - Matthias Alban-Galli

Eine Zeitungsnotiz nötigt mich geradezu, folgenden Tagebucheintrag zu machen: Und täglich schießen sie – Pilzen gleich – aus dem Boden, die typisch deutschen Ganoven. Steuerhinterzieher (Liechtenstein ist angesagt), Unterschläger, Korrumpierte, Korrupte, Erpresser, Nötiger, Den-Menschen-Unnützes-Aufschwätzer, Haustürbetrüger, Kaffeefahrtenveranstalter, vor Edelmut triefend, überhaupt Kleinkriminelle unterschiedlichster Coleur. Wohin sind wir bloß geraten!

Kult, nix Kultur

Sonntag, 24. August 2008 - Matthias Alban-Galli

Wollte mir wieder einmal eine kleine Freude a la arrogantia quaedam bereiten. Habe mir gestern Abend aus Jux und Tollerei (20.15 und 22 Uhr) so genannte Kultsendungen zugemutet: „Das weiß doch jedes Kind“ und „3 nach 9“. Das weiß doch jedes …

Denn ich bin ein Kamel

Donnerstag, 21. August 2008 - Matthias Alban-Galli

Ich liebe Tiersendungen en television heiß und innig. Es ist immer wieder faszinierend, wie sehr Tiere doch im Wesen uns Menschen gleichen. Oder wir ihnen, haha! Nichts geht – zum Beispiel – über den sanften Blick eines Kamels, welches der dumme Mensch für ebenso dumm wie sich selbst erachtet. Da …

Selbstherrlichkeit

Dienstag, 19. August 2008 - Matthias Alban-Galli

Muss ich einfach aufschreiben. Gestern Abend mit Prag gesprochen. Ach was. Weder mit Prag noch gar dem Hradschin. Sondern mit meinem tschechischen Prager Freund Ota Bernasek. „Ota“, habe ich gesagt, „meine Sprachkenntnisse machen leider nicht die geringsten Fortschritte. Und Du bist der Fortschritt, was unsere Sprache angeht, die Pefektion in …

Verbrechen im Klistier

Freitag, 15. August 2008 - Matthias Alban-Galli

Unsere urdeutschen Kommissare sowie unsere urdeutschen Ermittler sind doch einfach die größten, oder? Komme da bloß keiner, der das zu bestreiten gedenkt, dem poliere ich vielleicht die V…. Pfui, doch wohl nicht so, lieber Unterzeichneter; Contenance, wenn ich bitten darf! Das lässt sich doch wohl längst nicht mehr bestreiten.

Mozart modern

Dienstag, 12. August 2008 - Matthias Alban-Galli

Letzte Nacht hatte ich einen ungewöhnlich bedrückenden Traum. Ich weilte in Salzburg und erlebte Mozarts „Don Giovanni“. Plötzlich war es stockfinster. Nacht auf der Erde, dachte ich. Und miteins erschien mir ein bekanntes, vertrautes Gesicht in einem leuchtend goldenen Strahlenkranz.

Nicht jeder, welcher sucht, findet auch

Freitag, 08. August 2008 - Matthias Alban-Galli

Vor einer halben Stunde etwa wurde via Mattscheibe angekündigt: demnächst Serie „Gräfin gesucht“. Ein paar Witzblatt-Figuren sozusagen zur Einstimmung, plappernde Stimmchen, fröhliches Allerwelts-Grinsen, unbedarft und zähnezeigend. Achdulieberhimmelundherrgottobendrein, fuhrs mir durch den Kopf. Endlich, endlich ein Licht-Schimmer im achso düsteren Alltag.

Wie schön es sein könnte, krank zu sein

Dienstag, 05. August 2008 - Matthias Alban-Galli

Heute aus absichtlichem Versehen einer Arztserie Auge und Ohr geliehen. Bin an einen hoch intelligenten Disput zweier Ärztinnen geraten und hängen geblieben. Ärztinnen einer ganz besonderen Kategorie sozusagen. Die schienen dem Laufsteg für Models entwichen zu sein. Der lässig offen getragene Arztkittel verbarg nur notdürftig die Designerkleidung darunter. Zu den Dessous vermag ich leider nichts zu sagen. Vermutlich wurden die während einer nichtärztlichen Stippvisite in Paris erworben. Nein, so etwas von gepflegt, ätherisch schönen Erscheinungen von Weiblichkeit!

Kalt, kälter, am kältesten

Dienstag, 29. Juli 2008 - Matthias Alban-Galli

Plötzliche Reminiszenz – eine Schlagzeile in der FAZ: Die da kalten Herzens sind… Als Kind habe ich meinen Großvater väterlicherseits – im wahrsten Sinne des Wortes – bewundert und vergöttert. Er las nicht nur im Talmud, sondern studierte ausgiebig und ernsthaft die Bibel. Und er ließ mich liebend gern teilhaben an seinen Studien.

Kleines Philosophikum

Samstag, 26. Juli 2008 - Matthias Alban-Galli

Weise Narren sind selten geworden. Wie hoffnungsvoll sie auch begonnen haben mögen – in den meisten Fällen haben sie sich zu Hans-Würsten entwickelt. Oft ist alleinige Ursache für diese Tatsache das Geld-Verdienen-Wollen. Um jeden Preis dazu. Das Publikum erwartet nicht mehr die Qualität des Geistes, mit dem sie dereinst brillierten.

Überflüssig wie ein Kropf

Donnerstag, 24. Juli 2008 - Matthias Alban-Galli

Wenn ich unter dem Konterfei einer eitlen Schwätzerin die Bezeichnung „Society-Expertin“ lese, schießt mir die Galle literweise ins Blut, ja, füllt mir die Mundhöhle, dass ich förmlich ohne Unterlass speien muss. Ja, was ist denn da bloß los in einem solchen Kopf? Ich frage mich ernsthaft, ob man das, was gemeinhin als Sitz des Verstandes und der Vernunft verstanden wird, überhaupt als Kopf bezeichnen kann resp. darf.

Milly R. gewidmet

Dienstag, 22. Juli 2008 - Matthias Alban-Galli

Immer wieder spricht mich wer auf das WUNDER VON BERN an. Und dabei zeige ich nicht das geringste Merkmal eines Fußball-Fans. Meine Einstellung zur NEUTRALEN SCHWEIZ wurde bereits in frühester Jugend getrübt, als wir (die Familie) erfuhren, dass dergeniale Tenor Joseph Schmidt dort selbst auf die erbärmlichste Art und Weise ums Leben gekommen war.

Tennis, Gras und Crack (?)

Donnerstag, 17. Juli 2008 - Matthias Alban-Galli

Heute nach längerer Pause wieder einmal einem Tennis-Match meine Augen geliehen. Nicht, dass ich Tennis besonders schätze - es lohnt sich jedoch mitunter, der sportlichen Seite durchaus Tribut zu zollen. Ich kannte die beiden Damen nicht, die mit flatternden Röckchen lediglich unterließen, übermütig Salti zu schlagen. Der Ausgang des Matches interessierte mich nicht.

Gibt es ein positives Laster?

Mittwoch, 16. Juli 2008 - Matthias Alban-Galli

Achtuhrfünfunddreißig. Trinke ausnahmsweise anstatt meines Earl Grey einmal eine ausgezeichnete Tasse Kaffee aus rein kolumbianischer Bohne. Habe soeben dreimal – aus dem Zusammenhang zitiert folgendes gelesen (ich möchte das Publikationsorgan nicht nennen): An deutschen Universitäten könnte ich mir allen Ernstes sehr gut einen Lehr-Stuhl für Schwadronistik vorstellen.

Colombe kommt; eifersüchtig?

Montag, 14. Juli 2008 - Matthias Alban-Galli

Heute, am frühen Morgen bereits, beim ersten Anblick meines geliebten Hündchens Brutus, sozusagen ins Philosophieren geraten. Mitunter zahlt es sich de facto aus, wenn sich ein Vierbeiner im Hause befindet. Ich meine damit nicht etwa einen in Permanenz kläffenden, stets schief und übellaunig dreinschauenden Spitz – zum Beispiel -,

Frida im Wahn

Samstag, 12. Juli 2008 - Matthias Alban-Galli

Acht-Uhr. Also in aller Herrgotts-Frühe. Ein gestern-abendiges warmes Erdbeer-Sorbet auf dem Couchtisch. Zigarette? Energisches Kopfschütteln. Nix Zigarette, Alban. Was machst du eigentlich so früh vor dem Folter-Instrument Fernseh-Gerät? Trottel, sage ich laut, gestern abend versäumt, die G.-G.-Reprise anzusehen. Wer einmal Gründgens’ Mephisto-Interpretation (beinahe Paraphrase) erlebt hat, ist für sein Leben auf dessen Teufel eingeschworen.

Klagenfurt – Klagen furt und furt

Mittwoch, 09. Juli 2008 - Matthias Alban-Galli

Eben noch mal bei Hans Weigel nachgelesen, wie jener Ingeborg Bachmann eingeschätzt hat. Der hat sie ja nun wirklich von ihren ersten stolprigen Geh-Versuchen an in Sachen Schreiben und Präsentation beobachten und als intellektueller Ratgeber und Beinahe-Freund einschätzen können. Viel Freude hat ihm die Dame jedenfalls nicht bereitet. Vor kurzem war ja wieder einmal Klagenfurt angesagt.

Vom Apotheker und Braut-Räuber dazu

Samstag, 05. Juli 2008 - Matthias Alban-Galli

Heute gegen 10.00 Uhr mit einem sich auf der Durchreise befindenden/befindlichen alten Bekannten, einem gewissen Arthur Roggenstuhl, seines Zeichens Apotheker mit Doktor-Grad, verabredet. Wird nicht allzu lange währen, unser Zusammensein, denn dieser muss spätestens nach einem einstündigen Aufenthalt weiterreisen. Auf denn zum Bahnhof!

Frank Wedekind und ich

Donnerstag, 03. Juli 2008 - Matthias Alban-Galli

Es ist genau 10.00 Uhr. Soeben im FIGARO gelesen: La comedie allemand est mort, vive la Comedian allemand! Merci, rèdacteur Guillaume Mercatier! Das musste wohl endlich, endlich einmal gesagt werden. Doch diejenigen, welche es betrifft, werden diese Anmerkung so oder so nicht akzeptieren. Das verhindert schlicht ihre dümmliche Überheblichkeit bereits seit Anbeginn ihres äußerst zweifelhaften Wirkens. Wären ihnen die Annotationen???

Liebe in der Lyrik und umgekehrt

Montag, 30. Juni 2008 - Matthias Alban-Galli

Es war mit Glockenschlag sozusagen High Noon, als das Telefon läutete. Da hat einer mit der Stopp-Uhr gearbeitet, dachte ich, ehe ich mich lautlos aus meinem Sessel quälte. Wolltest du, etwa gerade den Hörer abnehmen? Sagte ich grinsend zu Brutus. Tu nicht so scheinheilig, als hättest du nicht clamheimlich bereits des öfteren mit deinem Lieblings-Hundemädchen Messalina gesprochen!

Alda und Wagners Walküre

Samstag, 28. Juni 2008 - Matthias Alban-Galli

9 Uhr. Gleich wird die Schwester meiner Frau, Mina, genannt Alda (unbegreiflich!) die Terrassentreppe heraufgeschritten kommen. Gegen die ätherische Erscheinung meiner Frau ist Alda eine – wenn auch ausgesprochen reizvolle – Walküre. Ich reibe mir bereits die Hände.

Horror- und Horror-Skop

Mittwoch, 25. Juni 2008 - Matthias Alban-Galli

Heute, am frühen Morgen bereits, gegen alle meine guten Vorsätze verstoßen. Habe bei einer Tasse Kaffee und einer Zigarette mein Horoskop – nach langer, langer Pause – wieder einmal gelesen. Ein Wunder, dass ich zum einen nicht himmelhoch jauchzend aufgesprungen und mich wie rasend gebärdet habe, oder mich entweder ganz tief in meinen Sessel verkrochen, möglicherweise sogar auf Selbstmordgedanken gekommen bin.

Exoten und Eroten

Montag, 23. Juni 2008 - Matthias Alban-Galli

Für heute Abend steht uns eine Einladung zu einer Grillparty „ent-re nous“ ins Haus. Liebe Menschen das, trotz allem. Er ist Rechtsanwalt und sie Yogalehrerin. Dr. Anselm Benecke als Yogi! Das geht weit über meine Vorstel-lungskraft. Geradezu grotesk – Anselm im Schneidersitz… Ansonsten ist Freund Benecke ein äußerst angenehmer Mitbürger; recht belesen und vor allem in sei-nem Fach ein Profi mit Meriten. (Ein etwas dümmlicher Witz fällt mir da ein: Er ist Jurist, und auch sie kann keinen hängen sehen.)

Espresso, Grappa und Paracelsus

Freitag, 20. Juni 2008 - Matthias Alban-Galli

Gestern – spätnachmittags – beobachtete ich meinen Freund Theo, langjährigen Freund, muss ich formulieren, wie er auf dem Fischmarkt, dem Rathaus gegenüber, vorm Italiener, einen Espresso zu sich nahm. Was sage ich da – Espresso! Einen doppelten Grappa mit Espresso, wie es sich für Theo gehört. Ein wenig verlegen schien mir der Gute doch zu sein, als ich ihn ansprach. „Salute Theo“, sagte ich möglichst laut. Theo blickte erschreckt auf.

Münchhausen petit

Donnerstag, 19. Juni 2008 - Matthias Alban-Galli

Heute ist mir aus heiterem Himmel eingefallen, dass mich mein Nachbar auf einer – damals noch Klappbank – in der Sextra der Himmelspforte grinsend als einen Münchhausen bezeichnet hatte. Alban, wegen seiner Spintisierereien vom Klassenlehrer, einem Dr. Gladis, des Öfteren (sozusagen wegen dessen pädagogischer Unpässlichkeit) an die dreiteilige Klapptafel gerufen wurde, um dann,

Zoo- und Homologie

Mittwoch, 18. Juni 2008 - Matthias Alban-Galli

„Rien ne va plus“, singsangt der Croupier im Fernsehgerät. Das ist das Stichwort! Wie übersetzt man am besten „Rien ne va plus“? Ganz einfach. Mit „vergebliche Liebesmüh“. Selten so gegrinst. Und wie wär’s mit einem Ausflug in den Erfurter Zoo? Vor allem den Affen unsere Aufwartung machen? Meine Frau ist sofort Feuer und Flamme.

Philosophie zum Lachen

Dienstag, 17. Juni 2008 - Matthias Alban-Galli

Wer kennt ihn gar oder erinnert sich des Inhalts der Werke des „lachenden Philosophen“ Karl Julius Weber, hä? Rezensenten seiner Zeit verglichen ihn spöttisch-herablassend mit dem Journalisten Weckherlin. Ein Vergleich, den Weber als Lob wertete, und den er sich gern gefallen ließ. (Lächelnd, lachend?) Und nun zum Titel seines wohl bekanntesten, ja bedeutendsten Werkes: Deutschland, oder Briefe eines in Deutschland reisenden Deutschen. Ein Appetit machender Titel, meine ich.

Stimm-Wunder

Montag, 16. Juni 2008 - Matthias Alban-Galli

Erkennt man Intelligenz tatsächlich bereits an der Stimme eines Menschen? Habe soeben das hochinteressante Traktat eines Psychologen aus Massachusetts, USA, namens Nathan D. Barfus, schmunzelnd hinter mich gebracht. Kenne nur ein Bonmot in Bezug auf Intelligenz, welches folgendermaßen von einem mir Unbekannt(en) formuliert wurde: Von hinten wirkt er ausgesprochen intelligent; frontal bzw. en face blickst du einem ausgesprochen schlichtem, stereotypem Gemüt ins glanzlose Auge.

Behütet, unbehütet

Sonntag, 15. Juni 2008 - Matthias Alban-Galli

Achtuhrdreißig. Große Freude. Habe soeben mit meinem alten Freund Weintraub in Canberra gesprochen. Keine ungewöhnliche Zeit für ihn, ist ein Tag- und Nacht-Mensch.

Ruhe und Unruhe um F.v.Sch.

Donnerstag, 12. Juni 2008 - Matthias Alban-Galli

… Juni: Nun ist den Mitteln modernster Wissenschaft endgültig (?) bewiesen worden, dass auch nicht ein Knöchelchen der Schillerschen Gebeine Schillers ureigenen, extraordinär geschätzten und verehrten Fragmente des Dichter-Genies eignete. Horribile dictu, dass alle an F.v.Sch. mit Recht Interessierten einer Wunsch-Vorstellung aufgesessen waren resp. sind.

Die Mutprobe

Sonntag, 08. Juni 2008 - Matthias Alban-Galli

Es ist 10.00 Uhr am Vormittag. Soeben einen doppelten Martini on the rocks zu mir genommen. Als Mut-Stimulans sozusagen. Wie beginnt man eine Autobiografie? Auf denn! Mut, alter Knabe. – Ich wurde am 30.05.1949 in der Wartburgstadt Eisenach geboren. (Es war einem am Hofe von Eisenack ein winzger Zwerg, der nannte sich Klein Zack…) Eigentlich Klein Zaches, oder?

Der Bücher-Wurm

Samstag, 07. Juni 2008 - Matthias Alban-Galli

Heute am späten Nachmittag bei Buch-Habel einen guten Bekannten getroffen. Wie geht’s, was machts, was nicht. Sucht nach einem guten Buch, der Gute. Hier gibt es nur gute Bücher, habe ich gesagt. Und einen kleinen Scherz habe ich mir auch erlaubt: Nimm du mal ein gutes Buch zur Hand, wenn du in beiden Händen bereits ein schlechtes hältst!

Familie und Literatur – u. a.

Freitag, 06. Juni 2008 - Matthias Alban-Galli

Wenn ich es mir recht überlege, bin ich doch ein fast glücklicher Mensch. Mit einer Frau verheiratet, die großzügig ist, besonders was das Geldausgeben betrifft; mein Hund liebt mich (vorzugsweise dann sogar innig, wenn ich ihm eine fette Boulette vorlege), dann leckt er mir durchaus liebevoll das Gesicht fettig; meine Tochter ist mit einem freischlafenden Künstler liiert, der

Verklemmte gibt’s immer

Donnerstag, 05. Juni 2008 - Matthias Alban-Galli

Elende Mischpoke! Haben die doch wieder einmal hinter meinem Rücken – einträchtig wie immer, wenns gegen mich geht – in meiner Vergangenheit herumgeschnüffelt. Waren und sind eben ausgesprochen mediokre Demagogen. Die denken, sie können mich ärgern und provozieren. Werden sich aber auch jetzt wieder tüchtig schneiden.

Einzigartige Anmaßung des Homo Sapiens

Dienstag, 03. Juni 2008 - Matthias Alban-Galli

Heute muss ich unbedingt meinen Freund Gottlieb in A. anrufen. Gottfried (Gottfried! Dieser Häretiker!) Schindt (eigentlich Gottfried von Schindt) hat seinen Adels-Titel abgelegt. Bescheidenheit ist eine Zier,

Pferdeäpfel für die Edelrosen

Freitag, 30. Mai 2008 - Matthias Alban-Galli

Nach dem Genuss eines Irish Coffee die Biografie eines Anonymus zur Hand genommen. Vermute: Jenenser Emeritus, Philosophische Fakultät. Naja. Hatte in der 12. Klasse auch Philosophie. Ist mir übel ausgeschlagen. Frei zu wählendes Abitur-Thema: Goethes FAUST.

Der Beweis von Intelligenz

Dienstag, 27. Mai 2008 - Matthias Alban-Galli

Nehme Thema Biografie wieder auf. Wie wäre es mit der meinigen? Ich denke dabei an Eichendorffs „Aus dem Leben eines Taugenichts“. Mein Titel? „Freud und Leid eines Seil-Tänzers“? Oder „Von einem, der nicht viel zu sagen hat“? Nee, nicht so toll. Besser:

Die schöne Helena

Freitag, 23. Mai 2008 - Matthias Alban-Galli

Am frühen Morgen mir felsenfest vorgenommen, heute einmal frugal zu dinieren. Diese thüringer Wurstelei mit der albernen Bratwurst mit Käddschapp! Wenn schon, dann nach alter Tradition mit Senf, verstanden! Mit BORN-Senf, halten zu Gnaden. Nee, nix

Täubchen auf dem Dach

Mittwoch, 21. Mai 2008 - Matthias Alban-Galli

Heute von der Terrasse aus Tauben beobachtet, die sich offenbar gegen einen Habicht – ganz hoch droben – zu wappnen begannen. Sie schienen sich gegenseitig Habet-Acht-Parolen zuzurufen resp. Zuzugurren. Auf dem Dachfirst des Anwesens schräg gegenüber

Suppe am Morgen

Freitag, 16. Mai 2008 - Matthias Alban-Galli

Bereits am frühen Morgen Leere-Gefühl im Kopf. Mehlsüppchen (meines gastritischen Magens wegen) zähnehebend und zähneknirschend zugleich gelöffelt. Draußen regnet es Bind-Fädchen. Nachbars Beschallungs-Anlage brüllt kakophonisch.

Kurze Röckchen am Billardtisch

Mittwoch, 14. Mai 2008 - Matthias Alban-Galli

Heute, früher als sonst – nämlich bereits gegen 10.30 Uhr, also am frühen Morgen, in der Innenstadt im Billard-Pool Arround the Ball gewesen. Nur ein paar Individuen übers grüne Tuch gebeugt. Nicht möglich – zwei weibliche Wesen, nicht mehr ganz so grün wie ebendieses. Von wegen Mini-Röcke seien out! Hahahaha!

In wilder Ehe

Dienstag, 13. Mai 2008 - Matthias Alban-Galli

Mein Gegenüber, “Nachbar” nennt sich das!, dieser Fatzke ist Referent des OB, hat mich doch tatsächlich einen “frivolen Menschen” tituliert! Dieser Analphabet! Und wieso,